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Greenpeace (int)

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Hauptseite > Völkerrecht > Nichtregierungsorganisation > Umweltschutz > Weltbürgerrecht > agent of change > Bürgerbeteiligung in Kanada
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Die globale Umweltschutz-Aktivistenorganisation „Greenpeace“ (= Grüner Frieden) bildete sich im Jahr 1970 in Kanada aus den ersten Bürgerprotesten gegen ein bedrohliches, unterirdisches Atomtestprogramm der U.S.A.. Das geplante Atomtestgebiet war die Insel ‚Amchitka‘ vor Alaska nahe an der globalen Datumsgrenze in einem Erdbebengebiet. Im Jahr 1963 hatten die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und die Sowjetunion einen völkerrechtlichen Vertrag abgeschlossen, den „Partial Test Ban Treaty“, der Atomtests in der Atmosphäre durch die Mehrheit der atomtestenden Staaten abschaffte. Die Nationalstaaten China und Frankreich hatten diesen Vertrag damals nicht mitunterschrieben. Deshalb wurden von Frankreich zwischen 1966 und 1974 Kernspaltungsversuche zu Forschungszwecken über Französisch-Polynesien unternommen. Das Protestgebiet für „Greenpeace“ verlagerte sich damals im selben Ozean vom Norden in den Süden.

Zu den Gründungsmitgliedern von „Greenpeace“ gehören:

Die erste medienwirksame Bürgerprotestaktion durch „Greenpeace“ fand mit dem Charter-Schiff “Phyllis Cormack” vom 15.09. bis 12.10.1971 statt. Am 06.11.1971 wurde die Atombombe auf Befehl des Vorsitzenden der US-Atom-Energie-Kommission trotzdem wie geplant unterirdisch gezündet. Die mediale bürgerliche Empörungswelle war weltweit riesig und dies führte schließlich zum Abbruch dieser Atomtestserie. „Greenpeace“ hatte seinen ersten Erfolg und von da an ging es mit der Organisation weltweit voran. Die zweite Protestaktion fand im Südpazifik gegen den Atomtest über dem Moruroa-Atoll statt.

Ab dem Jahr 1974 organisierte „Greenpeace“ Protestaktionen gegen den kommerziellen Walfang. Die Internationale Walfang-Kommission (IWC) war 1946 von vierzehn Walfängerstaaten gegründet worden, um die nationalen Fangquoten völkerrechtlich zu regeln. Diese Organisation hatte die Wale jedoch nicht wirksam vor ihrer drohenden Ausrottung schützen können. Dieses Verdienst kommt – rückblickend betrachtet - wohl „Greenpeace“ zu. Im Jahr 1976 startete die Umweltschutzorganisation ihre Protestaktionen gegen die massenhafte kommerzielle Robbentötung. Es folgten die erfolgreichen Protestaktionen gegen die damals noch genehmigungsfähige Müllverklappung im Meer.

Das erste deutsche „Greenpeace“-Büro wurde im Jahr 1981 eröffnet. Zu den ersten deutschen Mitgliedern zählte Monika Griefahn, die später ein Internationales Vorstandsmitglied wurde.


Quelle

Michael Brown & John May, The Greenpeace Story, Dorling Kindersley Limited, London 1989


Siehe auch

International.png Den Begriff Greenpeace im weltweiten juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff "Monika Griefahn" im deutschen juristischen Web finden
Ca flag.png Den Begriff "David McTaggart" im Kanadische juristischen Web finden