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Grabkapelle (de)

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Heimatgeschichtliche Betrachtungen

Die ehemalige württembergische Königin Katharina Pawlowna (1788 – 1819) starb im Jahr der Karlsbader Beschlüsse nach nur drei Wirkungsjahren in ihrer Residenzstadt Stuttgart. Sie war die Enkelin von Zarin Katharina II. Alexejewna, der Großen (1729 – 1796), und schon seit 1812 eine junge Witwe. Im Januar 1816 heiratete sie den Prinzen Friedrich Wilhelm von Württemberg aus Liebe. Ihre Gründungsinitiativen für eine Mädchenschule, eine Landwirtschaftsschule und eine Sparkasse waren nachhaltig. Die reiche Mitgift der russischen Großfürstin hat sich kurz- und langfristig sehr fördernd für Württemberg ausgewirkt.

Katharinas Mutter war eine Württembergerin gewesen: Sophie Dorothee von Württemberg, die durch ihre russisch-orthodoxe Ehe mit dem Thronfolger Paul von Russland zur Zarin Maria Fjodorowna (1759 – 1828) geworden war. Sie gebar dem Adelshaus Romanow zehn Kinder, vier Söhne und sechs Töchter, und stand zwischen 1796 und 1828 als Ehefrau des Zaren und später als Witwe zahlreichen wohltätigen Institutionen in Russland vor. Zar Alexander I. Pawlowitsch (1777 – 1825) war Marias Erstgeborener und Katharinas ältester Bruder. Er kam im Jahr 1801 an die Macht und kämpfte als Verbündeter in der Heiligen Allianz gegen Napoleon Bonaparte.

Damals wurden die geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse der Europäischen Aufklärung an den christlichen Königshöfen wieder gewohnheitsrechtlich „über Bord“ geworfen.

Dann kam Prinzessin Friederike Charlotte Marie von Württemberg (1807 – 1873) nach Sankt Petersburg. Durch ihre russisch-orthodoxe Ehe wurde sie zu Großfürstin Elena Pawlowna. Sie führte in Sankt Petersburg einen Salon für Literaten und Künstler, der auch für gemäßigte Kritiker des Zarentums offen war. Deshalb schenkte Elena zehn Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes ihren eigenen Leibeigenen die Freiheit, noch bevor Zar Alexander II. (1818 – 1881) ein entsprechendes Gesetz nach preußischem Vorbild erließ.

Nach dem schrecklichen Krimkrieg gründete Elena die Vorläuferorganisation des russischen Roten Kreuzes und pflegte eine langjährige Freundschaft mit Otto von Bismarck. Sie erlebte die Gründung des Deutschen Reiches 1871 als Zeitzeugin gerade noch mit, bevor sie 1873 in Sankt Petersburg eines natürlichen Todes starb.


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