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Glaubenszeugnis

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"Der heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Lehrer. Wenn er auf Gelehrte hört, dann, weil sie Zeugen sind."[1]


Religionsphilosophische Betrachtung

Als erster rechtshistorisch überlieferter Glaubenszeuge kann der illegitime „Sohn“ des letzten israelischen Priesterkönigs "Zacharias" gelten. Jesus von Nazareth wurde von den judäischen Eliten jedoch nie als legitimer Nachfolger der Dynastie Juda anerkannt. Vielmehr stellt die Namens- und Titelbeschriftung des Kreuzes auf der Hinrichtungsstätte in Jerusalem wohl eine Verspottung der Persönlichkeit Jesu durch die Mächtigen seiner Zeit dar.

Erst die neuzeitlichen "Messianischen Juden" erkennen Jesus als "Messias" wieder an.

Der Jude Jesus von Nazareth hat seinen jüdischen Anklägerinnen und Anklägern und seinen römischen Henkern vergeben. Dies überliefert uns das Evangelium: „Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“[2] Der jüdische, monotheistische Glaube leitet sich von der direkten Rechtsbeziehung zum einzigen Vatergott her. Zwischen einem gläubigen Juden und Gott gibt es keine weitere religionsrechtliche Instanz, höchstens Gebetsriemen. Daran glaubte Jesus von Nazareth dank der Erziehung durch seine judäische Mutter Maria ganz fest, als er betete. Diesen seinen jüdischen Vatergott bat er um Gnade für sein Volk Israel, das bekanntlich aus zwölf Stämmen von Gottesstreitern bestand.

Die Christinnen und Christen der Erde beten alle seit dieser Zeitenwende zum Gottessohn Jesus Christus, heute meist zum dreieinigen Gott, bestehend aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Einige Christinnen und Christen beten auch zur Gottesmutter Maria. Wenn der Gottessohn jedoch seinem ignoranten und hasserfüllten Volk Israel schon während seiner Hinrichtung vergeben hatte, ist es dann gerecht, wenn seine christlichen Anhängerinnen und Anhänger heute noch Rachegefühle gegen dieses Vatervolk empfinden? Stellt der christliche Antisemitismus nicht vielmehr eine religionsmissbräuchliche Selbstanmaßung Einzelner oder von Gruppen zu gewöhnlichen egoistischen Zwecken dar?

Die „Arisierung“ von jüdischem Vermögen in Deutschland während der NS-Diktatur ist ein rechtshistorischer Beleg für diese rechtsphilosophische These. Zahlreiche jüdische Schätze befinden sich heute noch im Besitz von deutschen Christinnen und/oder Christen …


Quelle

  1. Papst Paul VI. im Apostolischen Schreiben "Evangelii Nuntiandi" im Jahr 1975
  2. Die Bibel, Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, Das Evangelium nach Lukas, Lukas 23.34, Schwabenverlag AG, Ostfildern 1992


Siehe auch

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