Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 14.866 in ständiger Konstruktion …

Gendertraining (int)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
(Weitergeleitet von Gendertraining)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend das Völkerrecht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen…
'
Suche im Völkerrecht 20px-International.png
Google Custom Search

Hauptseite > Rechtssoziologie > Gender Mainstreaming > Spannungsfall > Zölibat > Erziehungskunst > Dialektik > Training > Gerechtigkeit > Antwort
International.png


Teilnahmewettbewerb:

Die Priesterin spricht: „Schilt nicht, o König, unser arm Geschlecht. Nicht herrlich wie die euern, aber nicht unedel sind die Waffen eines Weibes. Glaub es, darin bin ich dir vorzuziehn, dass ich dein Glück mehr als du selber kenne. Du wähnest, unbekannt mit dir und mir, ein näher Band wird uns zum Glück vereinen. Voll guten Mutes, wie voll guten Willens, dringest du in mich, dass ich mich fügen soll; und hier dank ich den Göttern, dass sie mir die Festigkeit gegeben, dieses Bündnis nicht einzugehen, das sie nicht gebilligt.“

König: „Es spricht kein Gott; es spricht dein eignes Herz.“

Priesterin: „Sie reden nur durch unser Herz zu uns.“

König: „Und hab ich, sie zu hören, nicht das Recht?“

Priesterin: „Es überbraust der Sturm die zarte Stimme.

König: „Die Priesterin vernimmt sie wohl allein?“

Priesterin: „Vor allen andern merke sie der Fürst.“[1]


Psychologische bzw. rechtssoziologische Betrachtungen

„Zwischen den Partnern laufen zahlreiche emotionale Prozesse automatisch, d.h. ohne rationale Kontrolle ab. Das ist durchaus normal. Jeder Mensch besitzt ein Repertoire solcher autonomer Reaktionen, mit denen er auf bestimmte Auslöser reagiert. Das enge Zusammenleben in einer Ehe stellt nun zumeist gehäuft solche Auslöser zur Verfügung. Es kommt also häufig zu Emotionen wie Zorn, Ärger, Wut, Hass, Missgunst, Angst ausgebeutet zu werden, Angst nicht angenommen zu werden, Angst den Partner zu verlieren … Solche Emotionen verlaufen zum guten Teil völlig unabhängig von Willen und Einsicht. Kennt ein Mensch diesen Sachverhalt nicht, wird er in Handlungen oder Worten, die in einer von solchen Emotionen geführten Stimmung geschehen oder gesprochen werden, nicht eine kindliche Reaktion auf die Auslöser sehen, sondern wird den ihm bekannten erwachsenen Menschen erleben, obschon dieser im Verlauf autonomer Reaktionen und in deren Darstellungsweise nahezu zwanghaft wie das Kind handelt, das er einmal war, als er nicht anders auf kränkende oder ängstigende Eindrücke aus seiner Umwelt reagieren konnte als emotional. …

In Mittelschichtfamilien werden zumeist die festgefügten familiären Rollenmuster des sozialen Makrosystems sehr viel stärker internalisiert als bei Kindern der sozialen Unterschicht. Die Übernahme gesellschaftlich vorgegebener Rollenmuster kann vor allem dann besonders prägend und irreversibel sein, wenn die Familienverhältnisse durch die psychische Störung eines Elternteils weniger durch Spontaneität, als durch Institutionalisierungen oder Ritualisierungen bestimmt sind. …

Eine partnerschaftliche Bindung scheint kaum praktikabel zu sein, da Menschen – aus Gründen, die uns weitgehend unbekannt sind – am Machtprinzip hängen, das sich wohl stets durchsetzt, wenn sie sich durch das Fehlen klarer Führungsverhältnisse verunsichert fühlen. Zumeist hält ein Mann die neben ihm gleich starke Frau auf Grund soziokultureller Vorgaben, über die zu verfügen nicht in seiner Macht steht, nicht angstfrei aus. Er sieht seine weitgehend über Identifikationen (etwa mit der Mann-Rolle) aufgebaute Identität gefährdet. …

Wenn sie seine Abschließung als Äußerung reiner Herrschsucht missversteht, kann der Konflikt jahrelang währen und eine Ehe emotional aushöhlen. Beide Partner also versagen sich unbewusst emotional einer Lösung, die sie bewusst anstreben.[2]


Quellen

  1. Johann Wolfgang von Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1. Aufzug, 3. Auftritt, Zeilen 481 - 498
  2. Rupert Lay, Krisen und Konflikte, Seiten 414 – 417, Wirtschaftsverlag Langen-Müller/Herbig Albert Langen, Georg Müller Verlag GmbH, München 1980

Siehe auch

International.png Den Begriff gender AND training im weltweiten juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff gender entraînement im französischen juristischen Web finden (gender entraînement in Deutsch)
Be flag.png Den Begriff gender entraînement im belgischen juristischen Web finden
Lu flag.png Den Begriff gender entraînement im luxemburgischen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff gender entraînement im juristischen Web der Europäischen Union finden

In anderen Sprachen