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Feminismus

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Zur geisteswissenschaftlichen, d.h. friedlichen Überwindung der herrschenden Patriarchatslehre ist die Betrachtung der Unterschiede zwischen subjektiven männlichen und weiblichen Gottesbildern, d.h. theologische „Gender“-Betrachtung notwendig. „Im männlichen System ist Gott vor allem Person und geheimes Identifikationsmuster. Er ist außerhalb dieser Welt gedacht und ist Ziel meines Daseins. Im weiblichen System dagegen ist Gott vor allem als Lebenskraft gesehen, weniger personal, eher transpersonal und als Macht der Beziehung. Gott/Göttin wird innerweltlich benannt und erlebt und ist Ursprungserfahrung und dauernde Beziehungsmacht – wie das Leben selbst. Beide Systeme stehen sich gegenwärtig absolut verständnislos gegenüber und die gegenseitigen Angriffe münden aus in Verdächtigungen ...“[1]

Das Kreuz als christliches Glaubenssymbol für Tod und Wiederauferstehung wird logischerweise – bestimmt durch das jeweilige subjektive (unbewusste) Gottesbild – ebenfalls gendergemäß unterschiedlich interpretiert bzw. empfunden. Mitleiden bis in den Tod als Märtyrer(in) des Rechts oder Trauer über den Verlust des religiösen Führers – beide Empfindungen stehen zur Wahl für Männer und Frauen! Frauen können eher gefangen bleiben im sozialisierten Helfersyndrom und erleben dann die Gottverlassenheit, heute auch „Burnout“ genannt. Männer fliehen eher aus Todesangst vor jeder Verantwortung oder mutieren zu Killermaschinen [Ergänzung zur Verdeutlichung des Problems] ...

Individuelle Auferstehungserlebnisse bilden sich erst nach dem Loslassen traditioneller Lebensmuster, in der Transzendenzerfahrung, wenn sich individuell-konservative Lebensräume zu kosmischen und gesellschaftlich veränderten, d.h. reformierten Lebensräumen erweitern. In alten Kreuzesdarstellungen mit Rosen (= „Rosenkreuz“) wurde dieses Paradoxon des Kreuzes als Weisheit noch abgebildet.


„Ich hoffe darauf, dass wir aufgrund der Bibel und der Theologie, aber noch viel kosmischer und allumfassender – auch mit Hilfe der Religionswissenschaft – eine Maria entdecken, die eine kraftvolle, prophetische und kritische Gestalt ist, die zur Befreiung aufruft, aber zugleich menschlich nahe sein kann, entspannt und voll Hingabe, weil sie nicht habsüchtig danach strebt, Macht zu erwerben, sondern einen Aspekt eschatologischen Seins darstellt, indem sie in ihrem Protest nicht fordert, sondern hinweist, nicht tadelt, sondern offenbart, nicht verabsolutiert, sondern offen bleibt, teilhabend an jener Fülle des Seins, dem sie so einzigartig verbunden ist. … Auf diese Weise verstehe ich auch die tiefste Bedeutung der Frauenbefreiungsbewegung, des Feminismus im besten Sinn des Wortes, des Verlangens und der Bewusstwerdung von Frauen, die nun endlich selbst Subjekt ihres Lebens werden wollen. Nicht im Hass gegen die Männer, nicht damit nun wir als einzige an die Macht kommen, sondern mit dem Ziel, Macht und Möglichkeiten zu teilen. Zuerst müssen wir Frauen aber auch durch Exodus, Absonderung und Wüste hindurch wir selber werden. Dann können wir zusammen mit den Männern eine menschliche, eine androgyne Kultur aufbauen, in der sich das, was wir früher männlich und weiblich nennen mussten, in einer spannungsvollen Einheit näherrückt, der jeder männliche und weibliche Mensch auf ihre oder seine persönliche Art Form geben wird. …“[2]


Inhaltsverzeichnis

Rechtshistorische und rechtssoziologische Betrachtungen

Im letzten Jahrtausend vor Christus trafen im Grenzgebirgsland des Kaukasus die persisch-stämmigen Reiternomaden der „Skythen“ und die osteuropäischen „Sarmaten“ aufeinander und konkurrierten um das Weideland. Die „Sarmaten“ lebten damals ebenfalls als nomadische Viehzüchter. Die das Stammesvermögen gegenseitig vernichtenden Schlachten der männlichen Reiterkrieger (= Kavallerie) führten wohl damals zur anschließenden Neustaatsgründung eines kriegerischen Matriarchats durch die überlebenden, traumatisierten Frauen. Die „Amazonenkönigin“ sollte niemals wieder in den Ehestand treten und trug daher den Keuschheitsgürtel als höchstes Standesabzeichen der Priesterkönigin.

Von diesen archaischen Stammesgesellschaften unter weiblicher Führung berichten altgriechische Geschichtsschreiber wie Herodot, Hippokrates und andere. Die „Amazonen“ hatten das Bogenschießen von Pferden aus ursprünglich als Jagdkultur von den „Skythen“ übernommen. Die Siedlungskultur wurde dem griechischen Seleukidenreich in Persien nachgeahmt. So bildete sich zwischen griechischen, persischen und römischen Kultureinflüssen das eigenständige Partherreich („Parthawa“) heraus. Der Beiname „Parthenos“ der griechischen Stadtgöttin „Athene“ bedeutet Jungfrau. Das integrative asiatische Matriarchat endete mit der kriegerischen Machtübernahme durch die persische Sassaniden-Dynastie im Jahr 226 nach Christus. Das juristische Ende dieser naturgesetzlichen Integrationsgewalt durch die „jungfräuliche“ Königin stellte im Frankenreich – vorübergehend - das Lex Salica dar.

Der alte Volksname „Skythen“ könnte sich in das englische „Scotch“ weiterentwickelt haben. Das Wort bezeichnet die Schotten, die zur keltischen Sprachgruppe gehören und wo die Männer (Schotten-)Röcke tragen. Die „Skythen“ hatten nachweislich einen starken kulturellen Einfluss auf die Kelten- und Gotenstämme Europas, d.h. auf Skandinavien.

Aus der einst real existierenden Amazonenkönigin wurde durch mündliche Überlieferungen im germanischen Mythos dann die Walküre, ein starkes weibliches Engelwesen des nordischen Kriegsgottes „Thor“. Ein anderer Name für „Thor“ war „Donar“, der Namensgeber für den Donnerstag. Im vorchristlichen Römischen Reich hieß der entsprechende Gott „Jupiter“, in Altgriechenland „Zeus“. Die Aufgabe der mythischen Walküren war es, die Seelen der gefallenen Krieger sicher und wohlbehütet ins himmlische Jenseits zu begleiten (= Gastfreundschaft). Gemäß der lateinischen Grammatik hätte Mann zu Thor’s weiblicher Erfüllungsgehilfin auch „Thora“ sagen können. So schließt sich der phantasiereiche menschliche Sprachbildekreis


Fußnoten

  1. Elisabeth Moltmann-Wendel, Zur Kreuzestheologie heute – Gibt es eine feministische Kreuzestheologie? Aus Evangelische Theologie, Heft 6/1990, Seite 548
  2. Catharina J. M. Halkes, Gott hat nicht nur starke Söhne, Grundzüge einer feministischen Theologie, Übersetzung aus dem Niederländischen ins Deutsche durch Ursula Krattiger-van Grinsven, Seite 116/117, Gütersloher Taschenbücher Siebenstern 371, Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1980, 5. Auflage 1987


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Siehe auch

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