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Empfängerhorizont

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Inhaltsverzeichnis

Kontinentale Empfängerhorizonte


Nationale Empfängerhorizonte


Rechtswissenschaftliche Betrachtung

Den jungen Juristinnen und Juristen der Bundesrepublik Deutschland wird während ihrer praxisorientierten Ausbildung das „Denken vom Empfängerhorizont aus“ beigebracht. Damit wird angestrebt, dass sich die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte mit abgeschlossenem rechtswissenschaftlichem Studium und daher mit einer Berufserlaubnis für Deutschland später in die vielfältigen Situationen ihrer Beistand (nicht Fürsorge!!!) suchenden Mandantschaft hineinversetzen können. Für Nichtjuristen ist der abstrakte Rechtsbegriff „Empfängerhorizont“ schwer zu verstehen. Eine ganz brauchbare Erklärung liefert uns die Soziale Dreigliederungsbewegung:

„Und das ist das ungeheuer Wichtige, dass in uns der Trieb erwacht, nicht bloß den Menschen, wenn wir ihm gegenüberstehen, nach Sympathien und Antipathien zu empfinden, nicht bloß in uns den Trieb erwachen zu lassen, irgendetwas am Menschen zu lieben oder zu hassen, sondern ein liebe- und hassfreies Bild, wie der Mensch ist, in uns zu erwecken. Sie werden vielleicht nicht empfinden, dass das, was ich jetzt sage, etwas ungeheuer Wichtiges ist. Es ist etwas Wichtiges. Denn diese Fähigkeit, ohne Hass und Liebe ein Bild des anderen Menschen in sich gegenwärtig zu machen, den anderen Menschen seelisch in sich auferstehen zu lassen, das ist eine Eigenschaft, die (heute) mit jeder Woche in der Entwicklung der Menschen, ich möchte sagen, mehr oder weniger dahinschwindet, das ist etwas, was die Menschen nach und nach ganz verlieren. Sie gehen aneinander vorbei, ohne dass der Trieb in ihnen erwacht, den anderen Menschen in sich auferwachen zu lassen. Das ist aber etwas, was bewusst gepflegt werden muss. Das ist etwas, was auch in die Kinder- und Schulpädagogik einziehen muss: Diese Fähigkeit, am Menschen das imaginative Vermögen zu entwickeln.“[1]

Im Erscheinungsjahr des hier zitierten Buches wurde der Codex Iuris Canonici neu, d.h. mit eingeschränkter Rechtsmoralgeltung nur für die registrierten, unierten Religionszugehörigkeiten der Christinnen und Christen, erlassen! Seitdem gilt das "Christliche Sittengesetz" in Deutschland - und global - als unbestimmter Rechtsbegriff.


Fußnoten

  1. Christof Lindenau, Soziale Dreigliederung: Der Weg zu einer lernenden Gesellschaft, Seite 142/143, Verlag Freies Geistesleben GmbH, Stuttgart 1983


Siehe auch

International.png Den Begriff Empfängerhorizont im weltweiten juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff Empfängerhorizont im deutschen juristischen Web finden
At flag.png Den Begriff Empfängerhorizont im österreichischen juristischen Web finden
Ch flag.png Den Begriff Empfängerhorizont im schweizerischen juristischen Web finden