Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 14.969 in ständiger Konstruktion …

Empathieobjekt

aus jurispedia, das gemainsame Recht
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend das Völkerrecht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen…
'
Suche im Völkerrecht 20px-International.png
Google Custom Search

Hauptseite > Rechtssoziologie > Rechtsobjekt > Hoffnung
International.png



Sozialphilosophische Betrachtungen

„Eine Emotion hat einen Gegenstand nicht in dem Sinne, dass sie einfach auf ihn losgelassen wird, so wie ein Pfeil auf sein Ziel. Ihr Einen-Gegenstand-Haben ist innerlicher und verkörpert eine bestimmte Sichtweise. … Dieses Einen-Gegenstand-Haben rührt von meinem aktiven Sehen und Interpretieren her; es ist nicht, als bekäme man eine Momentaufnahme des Gegenstands in die Hand gedrückt, sondern man muss ihn sich selbst anschauen, sozusagen durch das eigene Fenster. Diese Wahrnehmung ergibt vielleicht eine zutreffende Ansicht von dem Gegenstand, vielleicht auch nicht. (Und sie kann es außer auf einen wirklichen und gegenwärtigen Gegenstand auch auf einen absehen, der nicht mehr existiert oder nie existiert hat. Auch in dieser Hinsicht unterscheidet sich Intentionalität von einem bloß mechanischen Gerichtetsein.) Es muss betont werden, dass dieser Aspekt des Einen-Gegenstand-Habens Teil der Identität von Emotionen ist. Was Angst von Hoffnung unterscheidet – und Angst von Trauer und Liebe von Hass -, ist nicht so sehr die Identität des Gegenstands, der jeweils derselbe sein kann, sondern wie der Gegenstand wahrgenommen wird: bei der Angst als Bedrohung, aber mit einer Chance zu entkommen; bei der Hoffnung als unsicher, aber mit der Chance eines glücklichen Ausgangs; bei der Trauer als verloren und bei der Liebe als in bestimmter Weise leuchtend, strahlend.“[1]


Fußnoten

  1. Martha Craven Nussbaum, Emotionen als Urteile über Wert und Wichtigkeit, Seiten 146/147 in: Der Sinn des Lebens, herausgegeben von Christoph Fehige, Georg Meggle und Ulla Wessels, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München 2000, 5. Auflage 2004; Originaltitel „Emotions as Judgements of Value and Importance“ 1997, ins Deutsche übersetzt von Thomas Fehige


Siehe auch

International.png Den Begriff Empathieobjekt im weltweiten juristischen Web finden
International.png Den Begriff object empathy im weltweiten juristischen Web finden
Us flag.png Den Begriff object empathy im Vereinigten Staaten juristischen Web finden
Uk flag.png Den Begriff object empathy im juristischen Web des Vereinigten Königreiches finden

In anderen Sprachen