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Eigentum (de)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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Deutschland > Privatrecht > Sachenrecht > Rechtsinstitut > Eigentumsrecht > Rechtsverhältnis
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Eigentum ist ein juristischer Begriff, der die Beziehung einer Person zu einem potentiellen Herrschaftsobjekt beschreibt. Es ist die stärkste Herrschaftsmacht des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 903 BGB) und die Basis des Sachenrechts.

Das Eigentum darf jedoch in einem sozialen Rechtsstaat keine lebenswichtigen Interessen der besitzlosen Menschen gefährden. Wenn zum Beispiel die Ernährung der Bevölkerung nicht anders gesichert werden kann, so müsste der Staat eigentlich das Recht haben, landwirtschaftlich nutzbaren Boden ordnungsgemäß bewirtschaften zu lassen, um dem Nahrungsmangel Abhilfe zu schaffen. In modernen Zeiten des Internationalen Handels wird dieses staatliche Eingriffsrecht in das Eigentum jedoch verzichtbar. Deutschland behält sich trotzdem das Recht auf Sozialisierung gemäß Art. 15 GG vor, da Boden für Bauvorhaben im Gemeinwohlinteresse manchmal enteignet werden muss (siehe: Baugesetzbuch §§ 85 – 122 BauGB).

Eigentum gibt seinem Rechtsträger auch ein Recht zum Besitz der Sache bzw. des Tieres. Dieses Besitzrecht des Eigentümers kann durch Vertrag an andere übergehen. Eigentum an Menschen, d.h. Sklaverei ist verfassungsrechtlich abgeschafft.

Das Eigentum ist in Deutschland gemäß Art. 14 GG verfassungsrechtlich gewährleistet.


Eigentumsbegriff

Zum Eigentum nach deutschem Bürgerlichem Recht zählen alle vermögens'werten' (d.h. abstrakten) privaten Rechtspositionen. Das Vermögen selbst ist dagegen nicht grundrechtlich geschützt. Formaljuristisch korrekte Eigentumseingriffe des Rechtsstaates durch Gesetze, Einzelrechtsakte und/oder Realakte sind daher in Deutschland verfassungsgemäß.

Zum Eigentum gehören:

u.a.

Rechtshistorische und rechtsphilosophische Betrachtungen

Ein Familienverband, der von einem gemeinsamen (männlichen) Vorfahren abstammt, heißt auf Griechisch ‚génos‘. Diese ‚géne‘ sind rechtsphilosophisch mit den zwölf Gründungsstämmen in Israel verwandt bzw. vergleichbar. Die obersten Familienväter waren Anführer und Priester des Familienkultes in einer Person. Das Eigentum der Mitglieder eines ‚génos‘ war ursprünglich unveräußerlich, unteilbar und Gemeinbesitz (= Gesamthand).

Die allmähliche Auflösung der Familienverbände durch Handel, Seefahrt und Migration führte gleichzeitig zur Zerstückelung des Grundeigentums. Die juristische Realteilung in Griechenland fand nur unter den männlichen Mitgliedern der alten Familienverbände statt, die deshalb die patriarchalische landbesitzende Klasse im griechischen Feudalismus darstellten. In multikulturellen Staaten war dieses Gewohnheitsrecht nicht mit der griechischen Regierungsform Demokratie kompatibel. Streit und Kampf war unvermeidlich. Langsam und/oder kriegerisch änderte das Römische Recht die Eigentumsverhältnisse in Europa durch Emanzipation der Söhne, ausländische Besatzung, Bodenreform, Enteignung und Grundstücksverkäufe an Ausländer. So wurde das stammesgewohnheitsrechtliche Gemeineigentum an Boden zum heutigen europarechtlichen Privateigentum, das nationales Staatseigentum in gesetzlich beschränktem Maß mitumfasst bzw. formallogisch mitbedeutet.

Im antiken Griechenland waren die Bürgerrechte noch an das Grundeigentum gebunden. Deshalb klammerten sich die griechischen Bürger an ihre landwirtschaftlichen Grundstücke, auch wenn diese die Familien längst nicht mehr ernähren konnten. Dieser Fehler im alten Stadtrecht führte schließlich zu Stillstand und Armut in Griechenland – das Byzantinische Reich war an seiner Basis reformunfähig geworden. Ein Bürgerkrieg drohte ...

Siehe auch

De flag.png Den Begriff Eigentumsgarantie im deutschen juristischen Web finden

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