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Durch die juristische Verfeinerung des [[Römisches Recht|Römischen Rechts]] ab den [[Zwölftafelgesetze|Zwölftafelgesetzen]] wurde auch das Strafrecht [[Rechtsfortbildung|kultiviert]]. Im Mittelalter bildete sich in [[Europa]] unter den Stauferkaisern (1155 – 1250 n.Chr.) ein neuer [[Rechtsbegriff]] heraus: die [[Strafe (de)|Strafe]]. Sie markiert den Beginn des [[Öffentliches Recht (de)|öffentlichen Strafrechts]] im modernen Sinn. Die „peinliche Strafe“ diente nun einem „[[Zuchtmittel (de)|sozialpädagogischen]]“ staatlichen Auftrag zur Ausschaltung, Besserung und/oder Abschreckung der [[Straftäter (de)|Straftäterinnen und Straftäter]]. Der [[Staat]], damals vertreten durch den [[Römischer Kaiser|Römischen Kaiser]], übernahm somit durch sein [[Recht]] u.a. eine [[Resozialisierung (de)|erzieherische Verantwortung]] für seine gesamte [[Staatsbürger|Bürgerschaft]] („Vater Staat“). Auch die „landschädlichen Leute“ wurden nun ihren [[Straftat (de)|Taten]] entsprechend innerstaatlich bestraft, d.h. die [[Scherbengericht|Verbannungsstrafe]] des [[Athener Rechtsgeschichte|antiken griechischen Stadtrechts]] war damit juristisch abgeschafft worden.
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Durch die juristische Verfeinerung des [[Römisches Recht|Römischen Rechts]] ab den [[Zwölftafelgesetze|Zwölftafelgesetzen]] wurde auch das Strafrecht [[Rechtsfortbildung|kultiviert]]. Im Mittelalter bildete sich in [[Europa]] unter den Stauferkaisern (1155 – 1250 n.Chr.) ein neuer [[Rechtsbegriff]] heraus: die [[Strafe (de)|Strafe]]. Sie markiert den Beginn des [[Öffentliches Recht (de)|öffentlichen Strafrechts]] im modernen Sinn. Die „peinliche Strafe“ diente nun einem „[[Zuchtmittel (de)|sozialpädagogischen]]“ staatlichen Auftrag zur Ausschaltung, [[Resozialisierung|Besserung]] und/oder Abschreckung der [[Straftäter (de)|Straftäterinnen und Straftäter]]. Der [[Staat]], damals vertreten durch den [[Römischer Kaiser|Römischen Kaiser]], übernahm somit durch sein [[Recht]] u.a. eine [[Resozialisierung (de)|erzieherische Verantwortung]] für seine gesamte [[Staatsbürger|Bürgerschaft]] („Vater Staat“). Auch die „landschädlichen Leute“ wurden nun ihren [[Straftat (de)|Taten]] entsprechend innerstaatlich bestraft, d.h. die [[Scherbengericht|Verbannungsstrafe]] des [[Athener Rechtsgeschichte|antiken griechischen Stadtrechts]] war damit juristisch abgeschafft worden.
  
 
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Die aufblühenden [[Freie Reichsstadt|freien Reichsstädte]] des [[Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (de)|Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation]] wurden für diese [[Reformgesetz (de)|Weiterentwicklung]] des [[Strafrecht (de)|staatlichen Strafrechts]] und seine [[Rechtswissenschaft|professionelle Juristenschaft]] maß- und tonangebend.

Version vom 2. September 2013, 10:10 Uhr

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Strafrecht gemäß dem wahren Wortsinn und Staat bedingen einander. Wo ein Staat existiert, muss es auch Strafrecht geben und andersherum. In vorstaatlichen Gesellschaften wurde und wird Gerechtigkeit durch religiös begründete Vergeltung (z.B. Blutrache) oder durch Selbstjustiz (= Privatstrafrecht) wiederhergestellt. In friedlichen, meist religiösen Gesellschaften kam noch die Buße dazu.

Das staatliche Strafrecht basiert auf einem staatlichen Strafanspruch gegenüber den Straftäterinnen und Straftätern. Hierzu bedarf es eines staatlichen Strafgesetzes, das formaljuristisch erlassen und verkündet worden ist und die strafbaren Taten rechtlich möglichst eindeutig definiert. Die frühesten „Strafgesetzbücher“ entstanden wohl in den mesopotamischen Stadtstaaten (heute: Irak). Sie wurden teilweise über Keilschrifttafeln oder auf der berühmten Gesetzesstele des "Louvre"-Museums in Paris - gefunden 1902 in Susa - im Originalgesetzestext überliefert. Das antike Strafrecht war besonders grausam. Todesstrafen, Verstümmelungsstrafen und körperliche Folterungen wurden damals als gerecht empfunden. So war es auch noch im frühen Römischen Reich.


Rechtshistorische Betrachtung

Durch die juristische Verfeinerung des Römischen Rechts ab den Zwölftafelgesetzen wurde auch das Strafrecht kultiviert. Im Mittelalter bildete sich in Europa unter den Stauferkaisern (1155 – 1250 n.Chr.) ein neuer Rechtsbegriff heraus: die Strafe. Sie markiert den Beginn des öffentlichen Strafrechts im modernen Sinn. Die „peinliche Strafe“ diente nun einem „sozialpädagogischen“ staatlichen Auftrag zur Ausschaltung, Besserung und/oder Abschreckung der Straftäterinnen und Straftäter. Der Staat, damals vertreten durch den Römischen Kaiser, übernahm somit durch sein Recht u.a. eine erzieherische Verantwortung für seine gesamte Bürgerschaft („Vater Staat“). Auch die „landschädlichen Leute“ wurden nun ihren Taten entsprechend innerstaatlich bestraft, d.h. die Verbannungsstrafe des antiken griechischen Stadtrechts war damit juristisch abgeschafft worden.

Die aufblühenden freien Reichsstädte des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation wurden für diese Weiterentwicklung des staatlichen Strafrechts und seine professionelle Juristenschaft maß- und tonangebend.

Siehe auch

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