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Derwischorden

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Hauptseite > Religionsrecht > Islam > Ordensregel > Brüderlichkeit
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Die dritte (= 3.) monotheistische Religion nach Judaismus und Christentum, der Islam, hat – vergleichbar mit dem Christentum – vor allem im persisch-türkischen Kulturraum der erotischen Bauchtänzerinnen als gelebte Antithese Mönchsorden als rein männliche Lebensformen hervorgebracht. Der Zeitgenosse von Stauferkaiser Friedrich II., Mewlana Dschelal Eddin (1207 – 1273), gilt noch heute als berühmter persischer Dichterphilosoph, der unter dem Beinamen „Rumi“, d.h. der Römer, bekannt ist. Er ist der Ordensgründer der islamischen Mewlewi-Derwische aus der Seldschukenresidenz Konya. Diesen Orden hat Atatürk später aufgelöst, denn diese Derwische umgürteten jahrhundertelang rituell am „Goldenen Horn“ den neuen Sultan mit dem Schwert des türkischen Reichsgründers Osman I. Dieses Heilige Spiel war mit der Römischen Kaiserkrönung im Christentum vergleichbar. Heilige Reiche sind bekanntlich formallogisch zum Heimgang ins spirituelle Jenseits, d.h. zum Untergang verurteilt, da sie alle noch ihre absolutistische Staatsgewalt vom Gottesgnadentum ihres jeweiligen Kriegsgottes bzw. Hauptstadtgottes her rechtfertigen. Die Ehefrauen müssen dabei mitspielen, oder?

Eine kriegerische Splittergruppe der seldschukisch-islamischen Derwische waren die fanatischen Janitscharen, die späteren Elitekämpfer der osmanischen Armee. Sie sind rechtshistorisch mit dem Deutschen Orden vergleichbar, gegen den sie auch während der Kreuzzüge kämpften. Alttürkische Literatur aus dieser Zeit wurde in der Bibliothek des Derwischklosters von Konya archiviert. Dieser kriegerische Derwisch-Orden der Bektaschi wurde bei Kayseri in Kappadozien durch Hadschi Bektasch gegründet.

Nach der Eroberung des Seldschuken-Reiches durch Mongolen im Jahr 1307 herrschte vorübergehend die Fremddynastie der Karamanen über die sich im „Herzen“ von Kleinasien herausbildende „Türkei“ um die drei (3) Städte Ankara, Kayseri und Konya. Die türkische Stadt Karaman südlich von Konya erinnert noch heute an diese Mongolendynastie. Der türkische Stammesführer Süleiman, sein Sohn Ertogrul und sein Enkel Osman I. (1288 – 1326) begründeten als neue Dynastie das Osmanische Reich nach dem Sieg über die Mongolen und in ständiger religiöser Opposition zum Römischen Reich - bis zum Ersten Weltkrieg 1914 - 1918.

Zur säkularisierenden Rechtsreform des Osmanischen Reichs hatte Sultan Mahmud II. (1808 - 1840) im Jahr 1826 auf dem Hippodromplatz in Istanbul zahlreiche Derwische (Janitscharen) erschießen lassen. Diese Staatsaktion ist mit der Vernichtung des Templerordens durch Frankreich vergleichbar.


Rechtsphilosophische Betrachtung

Die vatikanische Einführung des Heiligen Jahres im 14. Jahrhundert könnte mit der Gründung des islamischen Derwischordens kausal zusammenhängen. Es handelt sich dabei wohl um Abwehrzauber (christliche, d.h. weiße Magie?) durch christliche Zeitrhythmik --> Rhythmusforschung. Den Weltfrieden konnte das Heilige Jahr der Weltkirche nicht sichern ...


Siehe auch

International.png Den Begriff Derwisch-Orden im weltweiten juristischen Web finden
Tr flag.png Den Begriff "Hadschi Bektasch" im türkischen juristischen Web finden
Tr flag.png Den Begriff Konya im türkischen juristischen Web finden
Tr flag.png Den Begriff Kayseri im türkischen juristischen Web finden
Tr flag.png Den Begriff tarikat im türkischen juristischen Web finden