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Dalai Lama

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Hauptseite > Religionsrecht > Geistlichkeit > Buddhismus > Lamaismus > Buddhistischer Titel > Philosophenkönigtum
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Der 14. "Dalai Lama" floh aus seinem Herrschaftsgebiet Tibet in dem Zeitraum 17. - 31. März 1959 ins Exil nach Indien. Dort lebt er dank Jawaharlal Nehru noch heute ...


Religionsphilosophische Betrachtungen

Will man das Heilige Spiel des lamaistischen Auffindens des vom Schicksal vorbestimmten höchsten Lama, des Dalai Lama, verstehen, dann ist die Rechtsvergleichung mit der Papstwahl sehr hilfreich. Bekanntlich wird der nächste Papst nach Rücktritt oder Tod des Vorgängers vom zusammengerufenen, globalen Kardinalskollegium intern, d.h. nicht öffentlich gewählt. Wenn die Wahl einvernehmlich erfolgt ist, steigt als optisches Signal für die wartende Außenwelt bekanntlich der „weiße Rauch“ über Rom auf. Papst wird gemäß dieser Heiligen Spielregel immer ein älterer, zölibatärer katholischer Priester, der deshalb keine familiären Verpflichtungen in der Außenwelt haben kann. So steht er als neuer Papst ganz der Weltkirche zur Verfügung. Sein neuer Wohn- und Unternehmenssitz ist die Vatikanstadt.

Beim Auffinden des männlich-kindlichen Kandidaten für das höchste Lama-Amt im Buddhismus wird traditionell nach dem leiblichen Tod des Dalai Lama von den beauftragten Mönchen ein schamanisches Orakel, d.h. ein erleuchteter „Buddha“ befragt. Dadurch werden die möglichen Zielfamilien für Lama-Reinkarnationen unter den tibetischen Buddhisten eingegrenzt. Ohne entsprechende buddhistische Familienregister wäre diese Vorauswahl nicht möglich. Anschließend macht sich ein Suchtrupp auf den Weg zu der auserwählten Mutter, die die Reinkarnation eines einst bedeutenden Lama geboren haben soll. --> Muttersakrament

Beim noch amtierenden 14. Dalai Lama (geboren als Lhamo Tsomo) ritt der Suchtrupp im Jahr 1933, d.h. im Abschlussjahr des Reichskonkordats mit Deutschland, in dessen Heimatdorf Tengster in Südtibet. Der vorausgewählte Junge war damals drei Jahre alt. Er bestand alle heilig gespielten Wiedererkennungstests mit kindlicher Souveränität und wurde deshalb von der dazu berechtigten buddhistischen Priesterschaft zum „Buddha“ erklärt, noch bevor er seine Ausbildung zum Lama (wieder) begann. Der neue Dalai Lama wurde nun im Regierungspalast in Lhasa lamaistisch ausgebildet und übernahm nach und nach seine Regierungsgeschäfte selbst. Sein buddhistisches Philosophenkönigtum endete nicht mit seiner Flucht im Jahr 1959, nur sein Wohn- und Regierungssitz wurden nach Indien in den Gliedstaat Himachal Pradesh verlegt. Ein rechtliches Gebilde wie der Vatikanstadtstaat ist unter dem ordnenden Dach des Sozialistischen Rechts aus formallogischen Gründen nicht möglich …


Siehe auch

International.png Den Begriff "Dalai Lama" im weltweiten juristischen Web finden