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Dachverband in der Anthroposophischen Medizin (de)

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Inhaltsverzeichnis

Sozialphilosophische Betrachtungen

Die Besonderheit der Anthroposophischen Medizin allgemein verständlich zu erklären, ist nicht einfach. Klar ist, dass es sich dabei um eine zusätzliche Methodenlehre handelt, die ergänzend zur naturwissenschaftlichen Schulmedizin gelehrt wird. Diese Methodenlehre der Medizin untersucht an jedem geeigneten Krankheitsfall auch metaphysische Tatsachen ergänzend zu den physisch-sinnlichen der Krankheit und Heilung. Anthroposophische Medizinerinnen und Mediziner versuchen, die metaphysische Welt in einem direkten Zusammenhang mit der sinnlichen Welt zu begreifen. Sie untersuchen die Wege, auf denen die metaphysischen Tatsachen sich im Sinnlichen ausdrücken. So bauen sie Brücken von der einen in die andere Welt und arbeiten nicht mit zwei voneinander getrennten Welten eines dualistischen Weltbildes, sondern sie bilden - abstrakt und paradox denkend - die sichtbare Gliederung der physisch-sinnlichen Welt in Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich und Mensch gradweise in Form von sich durchdringenden Stufen zu einem teilweise unsichtbaren, monistischen Weltbild fort. Die verschiedenen Dichtheitsstufen des Lebens kennen zu lernen und sich dabei bewusst zu werden, mit welcher Stufe man sich gerade befasst, ist ein sehr hoher geisteswissenschaftlicher Anspruch an die Gesamthand der Anthroposophischen Ärzteschaft. Die Glaubwürdigkeit der Methode steht dabei stets neu auf dem Spiel.

Dr. Rudolf Steiner selbst beschrieb die durch ihn angeregte, ärztliche Methodenlehre so: „Die neue medizinische Methode, welche hier der Welt mitgeteilt wird, unterscheidet sich von der alten durch eine andere Erkenntnis der Menschen. Die alte Methode, die sich aus den naturwissenschaftlichen Anschauungen der neueren Zeit herausgebildet hat, will alle Menschenerkenntnis dadurch erlangen, dass die physische Organisation zergliedert und im Gedanken wieder auferbaut wird.“ … „Deshalb fügt die neue medizinische Methode zu der physischen Erkenntnis des Menschen die überphysische hinzu. Ihr Wesentliches besteht darinnen, dass sie zu der Einsicht gelangt, dass Vorgänge, die, wenn sie als geistige in relativer Absonderung von den physischen im menschlichen Organismus sich entwickeln, das wahre Wesen des Menschen darstellen, sofort zu Schädigungen werden, wenn sie in eine unrechte Verbindung mit diesen physischen kommen.“


Quelle

Vorwort zum Entwurf des „Vademecum der Anthroposophischen Medizin“, herauszugeben von der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum in Dornach/Schweiz; Konferenz der Vorstände der Anthroposophischen Ärztegesellschaften 15. – 17.09.1993


Links


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Dachverband Anthroposophisch Medizin im deutschen juristischen Web finden