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Codex Mendoza

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Mexiko > Rechtsgeschichte > Codex > Indianerstamm > Imperialismus > Mysterienspiel > Polytheismus
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Der sogenannte „Codex Mendoza“ ist ein erhaltenes Exemplar des schriftlich überlieferten Volksmythos der mexikanischen Azteken. Der naturreligiöse Kriegerkult der Azteken in Mexiko wurde durch die spanischen Eroberer in den Reformationsjahren 1519/20 gewaltsam beendet und allmählich durch das römisch-katholische Christentum ersetzt. Der nomadische Kriegerstamm der Azteken war etwa seit dem 12. Jahrhundert auf der Suche nach einem dauerhaften Siedlungsgebiet gewesen (vergleiche: Volk Israel bis 1948). Hieroglyphen schreibende und Drogenpflanzen konsumierende Schamanenpriester entwickelten ihr Volk mit Hilfe der eigenen Schriftform und der indigenen Nauatl Sprache zur regional herrschenden Hochkultur.

Die richtige Stelle für die spätere Aztekenhauptstadt „Tenochtitlán“ (heute: Mexico City) war durch ein vorhergesagtes göttliches Zeichen im Jahr 1325 „erkannt“ worden. Auf diese Weise wurden das Totemtier Adler und der Feigenkaktus – beides in Mexiko natürlich vorkommende Lebewesen – die im wiedererkannten bzw. nach außen projizierten Bild vereinigten aztekischen Reichssymbole. Die Kriegerkaste der Azteken beherrschte ihr Reich mit Hilfe von blutigem, ritualisiertem Terror, der Menschenopfer und Kannibalismus praktizierte. Für die christlichen Eroberer aus Europa muss dieses rechtshistorische Zusammentreffen von monotheistischen Gotteskriegern und polytheistischen Schamanenkriegern im 16. Jahrhundert traumatisierend gewesen sein, denn in Europa waren rituelle Menschenopfer schon tausend (= 1000) Jahre zuvor aus der Mode gekommen. Allerdings gab es damals in Europa noch Hexen- und Ketzerverfolgungen sowie Antisemitismus.

Als Reaktion auf die selbst miterlebte Schreckensherrschaft der mexikanischen Ureinwohner ebneten die teufelphobischen Spanier die vierzig Meter hohe Tempelpyramide von Tenochtitlán ein und bauten später neben dem heidnischen Kultplatz die Kathedrale von Mexico City. Seit dem Jahr 1978 bringen archäologische Ausgrabungen mitten in der Hauptstadt das alte aztekische Hauptheiligtum wieder ans Tageslicht. Heute darf rückblickend die rechtssoziologische Frage gestellt werden, ob eine wahrheitsgetreue Geschichtsüberlieferung der kaiserlichen Spanier statt der päpstlichen Zensur spätere unmenschliche Diktaturen wie das NS-Regime hätte verhindern können durch die frühere Erkenntnis der wahren Natur des "homo sapiens"?

  • Zivilisation der Erde - Wie kommt sie kontinuierlicher voran?


Siehe auch

International.png Den Begriff "Codex Mendoza" im weltweiten juristischen Web finden

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