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Codex Iuris Canonici (va)

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Hauptseite > Kanonisches Recht > Staatsrecht > Kirchenreform > Codex > Patriarchat > Gesetzgebung
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Der immer dringlicher werdende, innerkirchliche Wunsch nach einer Neuordnung des kanonischen Rechts bewog Papst Pius X. (1835 – 1914), den Heiligen (Heiligsprechung als Protestantenhasser 1954!!!), im Jahr 1903, die neue kanonische Kodifikation auf den Weg zu bringen. Erst unter Papst Benedikt XV. (1854 – 1922) erlangte der sogenannte Codex Iuris Canonici (CIC 1917) am 19. Mai 1918 seine volle Rechtsverbindlichkeit - nach dem Ersten Weltkrieg ...

Der Codex ersetzte den alten Corpus und stellte eine Sammlung von Kirchengesetzen dar. Er war keine Fallsammlung mehr. Seine Normen waren abstrakt und systematisch geordnet. Ihre Rechtskraft leitete sich von der legislativen Gewalt des Staatsoberhaupts der absolutistischen Vatikanstadt ab. Der gewohnheitsrechtliche Geltungsbereich des Codex war jedoch (noch) nicht auf das Staatsgebiet der Vatikanstadt begrenzt. Daher war eine rechtliche Kollision mit den Staatsrechten der modernen Nationalstaaten nicht zu vermeiden.

Genau wie das Bürgerliche Gesetzbuch des - faktisch ökumenischen - Deutschen Reiches aus dem Jahr 1900 war der CIC 1917 in fünf Bücher gegliedert. Die Gesetzesparagrafen heißen bis heute ‚Canones’. Sie sind wie im BGB durchnummeriert. Die fünf Bücher des CIC 1917 regelten den Allgemeinen Teil, das Personenrecht, das Sachenrecht, das Prozessrecht und das Strafrecht. So entstand ein kriegerischer Wettbewerb zwischen Religionsrecht und aufgeklärtem Staatsrecht in Europa. Rechtsvergleichung wäre der vernünftige/christliche Weg gewesen ...

Nach dem reformerischen 2. Vatikanischen Konzil, das der Heilige Papst Johannes XXIII. 1962 - nach dem Zweiten Weltkrieg - einberufen hatte, wurde der Codex Iuris Canonici den Kirchenjuristen wieder zur Diskussion und Verbesserung aufgetragen. Der neue CIC 1983 trat am 21. November 1983 unter dem Heiligen Papst Johannes Paul II. in Kraft und ersetzte den CIC 1917 vollständig. Der Codex stellt nun das interne Gesetzbuch für die lateinische Kirche (= Satzungsrecht und vatikanisches Staatsrecht) dar und besteht aus sieben Büchern. Das völkerrechtliche Zusammenspiel mit den nationalen Staatsrechten regeln die Konkordate. So wurde sowohl die formaljuristische Trennung als auch die vertragsinhaltliche Verbindung von Kirche und Nationalstaaten in Europa nach vielen Kämpfen und Kriegen schließlich doch noch erreicht. Die Reformen sind noch nicht abgeschlossen. Nichtkatholische Christinnen und Christen sind seit 1983 von der Geltung des kanonischen Rechts freigestellt. Für die unierten orientalischen Kirchen (Ostkirchen) war ein eigener ‚Codex Iuris Canonici Orientalis’ parallel als Rahmengesetz erarbeitet worden. Dieser Codex kann möglicherweise vor Ort mit den Orthodoxen Kirchenrechten kollidieren ...


Siehe auch

International.png Den Begriff "Codex Iuris Canonici" OR CIC/1917 OR CIC/1983 im weltweiten juristischen Web finden

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