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Chinesischer Kaiser

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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China > Rechtsgeschichte > Monarchie > Kaisertum > Staatsoberhaupt
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Das chinesische Kaisertum, das sich nicht (mehr) durch Gottesgnadentum rechtfertigte, wurde durch den kaiserlichen Beamten ‚Han‘ am Ende des dritten vorchristlichen Jahrhunderts als Han-Dynastie aufgebaut. China wurde zum asiatischen Weltreich mit Hilfe der sozialphilosophischen Rechtslehre in schriftlicher Form, die Meister Kung Tjiu (= Konfuzius) der Menschheit hinterlassen hat. Im Norden wurde das konfuzianische Imperium von wehrhaften schamanischen Hirtenkulturen (vergleiche: Khanat) in Grenzen gehalten, im Süden konnten sich – dank des Himalayagebirges - eigenständige Stadtstaatskulturen halten und weiterentwickeln. Im Westen gab es das christlich-römische und das islamisch-arabische Reich als bleibende Gebietskonkurrenten. Der Welthandel zwischen den „Reichen“ fand zu Wasser über den Indischen Ozean und zu Land über die „Seidenstraße“ statt.

Der rechtslogische Unterschied zwischen ägyptisch-römischem und chinesisch-japanischem Kaisertum ist die postulierte und tradierte Rolle des chinesischen Kaisers als „Sohn des Himmels“ statt als Gott(essohn). Der chinesische Kaiser war (nur) Mandatsverwalter in himmlischem Auftrag und daher prinzipiell absetzbar, z.B. wegen Misserfolgen bei der Regierung. Deshalb wurden Naturkatastrophen oft als göttliche Zeichen verstanden, die Regierung jetzt auszutauschen. Die Han-Dynastie konnte sich bis zum Jahr 221 nach Christus, d.h. etwa vierhundert Jahre lang an der Regierung halten. Danach beherrschten auch mehrere Fremddynastien, z.B. die mongolischen 'Mandschu', die Chinesen. Auch das ägyptische Pharaonenreich mit einem verkörperten Gott als absolutistischem Herrscher wurde die meiste Zeit fremdbeherrscht. Beide möglichen Formen einer Kaiserreichkonstitution auf der Erde - eine gedachte (= Fiktion) Rechtsbeziehung mit Gott durch Geburtsrecht oder durch hellsichtigen Dialog - haben sich somit aus Sicht des jeweiligen Staatsvolkes nachträglich bzw. empirisch als ungeeignete Regierungsformen erwiesen, denn fremdbeherrscht wollen nur sehr wenige Männer leben …


Rechtshistorische Betrachtung

In der knapp 22 Jahrhunderte bzw. 2200 Jahre andauernden Reichsmonarchie der Chinesen herrschten unterschiedliche nationale Dynastien über das chinesische Volk:

  • Namengebende Chin-Dynastie ca. 221 – 206 v. Chr.
  • Sprachprägende Han-Dynastie ca. 206 v. Chr. – 220 n. Chr.
  • Reichswiedervereinigende Tang-Dynastie ca. 618 – 906 n. Chr.
  • Reichswiedervereinigende Sung-Dynastie ca. 960 – 1279 n. Chr.
  • Mongolische Jüen-Dynastie ca. 1280 – 1368 n. Chr.
  • Ming-Dynastie 1368 – 1644 n. Chr.
  • Mandschurische Tsing-Dynastie 1644 – 1912 n. Chr.

Der von den Kolonialmächten ausgelöste Bürgerkrieg führte zum erbitterten Klassenkampf zwischen Nationalisten und Kommunisten. Am 22.01.1949 siegten die Kommunisten unter dem militärischen Oberbefehl von Mao durch die Eroberung der Hauptstadt Peking. Das Kaisertum war faktisch beendet.


Siehe auch

Cn flag.png Den Begriff "皇帝" im chinesischen juristischen Web finden
Cn flag.png Den Begriff emperor im chinesischen juristischen Web finden

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