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Burgund

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Der ostgermanische Volksstamm der ‚Burgundionen’ wanderte mit seinen schönen blonden Frauen zu Beginn des fünften Jahrhunderts nach Christus über Bornholm (= dänische Ostseeinsel nordöstlich von Rügen) nach Südwesten an den römischen Grenzwall bei Frankfurt am Main. In Erinnerung an den Überlebenskampf dieses germanischen Volkes zwischen den Fronten der Römischen Legionen und den nach Europa eindringenden berittenen Asiaten und in Gebietskonkurrenz zu den Alemannen (Zähringer) entstand später der berühmte germanische Volksmythos „Nibelungenlied“.

Die Überlebenden der Kämpfe wurden im Jahr 443 nach Christus von den Römern in Savoyen angesiedelt und in das Römische Reich integriert.

Im Jahr 910 n. Chr. wurde das Kloster Cluny durch Herzog Wilhelm I. von Aquitanien gegründet.

Im Jahr 933 wurde die Römische Provinz zum Königreich Burgund erhoben, das etwa 100 Jahre lang Bestand hatte. Dann wurde es als Fürstentum ins Heilige Römische Reich Deutscher Nation aufgenommen. Das katholische Kloster ‚Cluny’ schrieb durch seine fortschrittlichen Kirchenreformen europäische Rechtsgeschichte (= Kluniazensische Reform - im Gegensatz zur Karolingischen Bildungsreform).

Das fortbestehende Herzogtum Bourgogne konnte im 15. Jahrhundert noch einmal eine eigenständige Machtstellung in Opposition zu den Franken in Paris erkämpfen. Diesen innerfranzösischen Streitigkeiten fiel im Jahr 1431 die mutige französische Heerführerin Jeanne d'Arc durch Verrat zum Opfer.

Der burgundische Herzog Karl der Kühne (1433 – 1477), der die sogenannten Burgunderkriege zwischen 1474 und 1477 gegen Frankreich und Deutschland führte, unterlag der übermächtigen Koalition zwischen dem französischen König Ludwig XI., dem römisch-deutschen Kaiser Friedrich III. (1415 – 1493) und den schweizerischen Eidgenossen. Nach dem Tod Karls des Kühnen auf dem Schlachtfeld bei Nancy fielen die burgundischen Gebiete Waadt und Unterwallis an die Schweiz (--> Französisch sprechende Schweiz). Der Sohn von Kaiser Friedrich III. musste die burgundische Erbtochter Maria noch im Todesjahr ihres Vaters 1477 heiraten (= dynastische Zwangsehe). Er konnte auf dieser Basis als deutscher König ab dem Jahr 1490 den dynastischen Aufstieg des Hauses Habsburg gegen Frankreich durchsetzen.

Im Jahr 1508 wurde Maximilian I. zum „Erwählten Römischen Kaiser“ ernannt. Er leitete als Person mit diesem formaljuristischen Kompromiss des anerkennenden Staatskirchenoberhauptes auf dem Weg des politischen Ausgleichs zwischen Frankreich und Deutschland die Unabhängigkeit der weltlichen Staatsgewalt Europas vom Vatikan ein. Dreihundert Jahre später war das Heilige Römische Reich Deutscher Nation juristisch aufgehoben! Man(n) nehme es endlich zur Kenntnis!


Siehe auch

Fr flag.png Den Begriff Burgund OR Bourgogne im französischen juristischen Web finden (Burgund OR Bourgogne in Deutsch)
Uk flag.png Den Begriff Burgundy im juristischen Web des Vereinigten Königreiches finden

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