Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 14.836 in ständiger Konstruktion …

Bußsakrament

aus jurispedia, das gemainsame Recht
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist ein Entwurf für ein Rechtsthema. Ihr könnt mit Bearbeitung Inhalte einfügen oder ändern. Ihr könnt auch die Suchmaschine benutzen…

Suche im Recht weltweit 20px-International.png
Google Custom Search

Hauptseite > Kanonisches Recht > Heilige Spiele > Strafrecht > Gerechtigkeit > Strafgewalt > kirchenrechtliche Rechtfertigung > Rechtsaufsicht > Pastoralmedizin
International.png


Das Bußsakrament besaß in alten Religionen eine Rechtfertigungsfunktion für die Strafgewalt des Königs oder der Königin. Nur auf diese Weise konnte die religiöse Gesellschaft auf das menschliche Rachebedürfnis der Hinterbliebenen des/der Getöteten durch Bußkulte bzw. Stammesgewohnheitsrecht im Namen der Gerechtigkeit sozialisierend einwirken.

Das Bußsakrament der patriarchalischen Religion führte jedoch zu Rechtsmissbräuchen wie Folter und qualifizierte, d.h. quälende bzw. sadistische Todesstrafen. Deshalb entstanden im Mittelalter in Europa christliche Protestbewegungen, die sich auf das Evangelium beriefen, das ja bekanntlich die Gewaltlosigkeit und die Liebe durch Vorbild und Gleichnisse des Jesus von Nazareth lehrt.

Die manichäisch-arianischeKetzerei“ des Mittelalters lehnte das Bußsakrament als kirchlich verliehenes Absolutions- bzw. Begnadigungsrecht kategorisch ab. Dieses kirchliche Privileg auch für lasterhafte und unwürdige, aber geweihte Priester kann aus logischen Gründen gar keine innere Rechtsgeltung haben. Diese Erkenntnis lautet in lateinischer Rechtssprache folgendermaßen: „De Sacramento Poenitentiae dicunt, quod nullus possit absolvi a malo sacerdote – item quod bonus Laicus potestatem habeat absolvendi – item quod non gravis poenitentia sit imponenda.“[1]

Schon im Mittelalter war die sprachlogische Trennung von moralischen und rechtlichen Systemen von Kirchenkritikern ge- bzw. empfunden worden. Die Zensur des Vatikan hat diese Weisheit jedoch noch lange geheim halten können. Die Weisheitslehrer und -lehrerinnen wurden wegen Ketzerei verfolgt, damit die alttestamentarische Kriegerordnung dem christlichen Monotheismus möglichst lange rechtsmoralisch unterlegen blieb. Erst die Europäische Aufklärung machte den gebildeten Menschen die Unterschiede zwischen moralischer und juristischer Schuld und zwischen der Buße und/oder der Strafe deutlich erkennbar, leider ...


Fußnote

  1. Reiner. in Max. Bibl. XXV. F. 265


Siehe auch

International.png Den Begriff Bußsakrament OR "Sacramento Poenitentiae" im weltweiten juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff "Sacramento Poenitentiae" im französischen juristischen Web finden ("Sacramento Poenitentiae" in Deutsch)

It flag.png Den Begriff "Sacramento Poenitentiae" im italienischen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff "Sacramento Poenitentiae" im juristischen Web der Europäischen Union finden