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Brüderlichkeit

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Beispiele aus der Mythologie, der Rechtssoziologie und der Rechtsgeschichte:


Inhaltsverzeichnis

Nationale Brüderlichkeiten


Religionsphilosophische Betrachtungen

Naturreligiöse Volksstämme überlieferten ihre sozialen Spielregeln mit Hilfe von Geschichtenerzählern und –erzählerinnen. Zur Tugend der Brüderlichkeit gibt es zahlreiche Beispiele. Nur wenige Europäer kennen jedoch die alte Heldensage über Cadmos (auch: Kadmos), den Bruder der jungfräulichen Königstocher „Europa“. Beide Königskinder stammten vom vorrömischen Seefahrervolk aus dem Mittelmeer, d.h. von den Phöniziern ab.

Als „Europa“ durch den römischen Vatergott „Zeus“ ins Ausland entführt worden war, hatte Bruder „Kadmos“ die mutterrechtliche Pflicht, zusammen mit seinen Waffenbrüdern seine Schwester zu suchen. Es gebot ihm seine Familienehre, dass er nicht ohne seine königliche Schwester in sein Heimatland zurückkehrte. Nach langer vergeblicher Suche befragte der verzweifelte „Kadmos“ schließlich ein griechisches Apollo-Orakel, das ihm den Rat gab, in Griechenland eine eigene Stadtburg zu gründen.

Bis zur erfolgreichen Verwirklichung dieses fremdgöttlichen Planes musste „Kadmos“ jedoch einige schwierige Prüfungen bestehen. Zunächst tötete ein Höhlendrache an einer heiligen Quelle alle phönizischen Waffenbrüder von „Kadmos“. Dem Königsohn selbst jedoch gelang es, den Drachen im Kampf zu töten. Dieser Sieg des Kriegshelden (= faktischeemancipatio“) wurde in der (Rechts-)Folge von der griechischen Kriegsgöttin „Pallas Athene“ belohnt, indem sie dem einsamen Krieger eine neue bewaffnete Armee aus der Erde zauberte. Einer dieser griechischen Soldaten gab dem phönizischen Königsohn folgenden wichtigen Rat: „Zieh das Schwert nicht! Mische dich nicht in unser Streiten!“

„Kadmos“ folgte und schaute passiv zu, wie sich die erdgeborene Kriegerschar gegenseitig in fürchterlichem Handgemenge vernichtete. Nur fünf Griechen blieben übrig, von denen einer dann den Friedensbund zwischen den Männern (= Brüderlichkeit) initiierte. Der adelige „Kadmos von Phönizien“ und die fünf überlebenden griechischen Familienväter gründeten daraufhin den neuen Stadtstaat (Neu-)Theben im griechisch-römischen Rechtsraum. Das alte Theben war bekanntlich eine antike Großstadt in Ägypten.

Dieser vom Christentum verdrängte und fast vergessene Entstehungsmythos der griechischen Stadt Theben bildet die ergänzende männliche Hälfte der Gemeinschaftsidentität bzw. –marke Europas.

Der deutsche Dichter Eduard Mörike (1804 - 1875) hat sich wohl von diesem Mythos inspirieren lassen und sein "Stuttgarter Hutzelmännlein" (= Kobold) geschrieben, den erfundenen bzw. abgeleiteten Gründungsmythos von Stuttgart.


Quelle

Gustav Schwab, Kadmos und die Gründung von Theben, Seiten 10/11, Sagen des klassischen Altertums, 3. Auflage, Loewes Verlag Ferdinand Carl, gegründet in Stuttgart im Jahr 1863


Siehe auch

International.png Den Begriff Brüderlichkeit im weltweiten juristischen Web finden
Nl flag.png Den Begriff broederlijkheid im Niederlanden juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff Theben Griechenland im deutschen juristischen Web finden

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