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Augsburg

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Deutschland > Landesrecht > Bayern > Biografiearbeit einer Stadt
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Die bayerische Stadt Augsburg wurde nach Kaiser Augustus benannt. Sie war einst die Hauptstadt des deutschen Landes 'Schwaben', des alten Stammesgebietes der eingewanderten nordosteuropäischen Sueben ...


Rechtshistorische Betrachtung

Die heute bayerische Stadt Augsburg war vom ersten römischen Kaiser „Augustus“ (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) im Jahr 15 v. Chr. als Hauptstadt der neuen Römischen Provinz „Raetia Secunda“ nördlich der Alpen im keltischen Siedlungsgebiet gegründet und nach ihm „Augustusburg“, kurz Augsburg, benannt worden. Bereits seit etwa 300 n. Chr. bekannte sich die Kolonialregierung in Augsburg zum weströmisch-katholischen, d.h. zum italienischen Christentum. Die jungen Ritter Konradin von Schwaben (1252 – 1268), der letzte rechtmäßige Grundherr des römischen Lehens „Schwaben“, und Friedrich von Baden, der letzte „Babenberger“ für das römische Lehen „Ostmark“ (später habsburgisch „Österreich“), wurden im Jahr 1268 in Neapel kanonisch-rechtlich verurteilt und als kirchenfeindliche Rebellenanführer hingerichtet. Für die beiden süddeutschen Lehen mussten nun neue geeignete Herrscherdynastien gesucht werden.

Die toskanischen „Ghibellinen“ in Italien unter dem militärischen Oberbefehl ihres sechzehnjährigen deutschen „Messias“ aus Schwaben („adventus conradini“) hatten die Entscheidungsschlacht bei Tagliacozzo in Italien gegen den Franzosen Karl von „Anjou“ und seine „Guelfen“ am 23.08.1268 verloren. Die italienischen Stadtstaaten Pisa und Siena in der Toskana standen damals unter dem Bann des Kirchenstaats, der als „Interdict“ gemäß Kanonischem Recht allen Falschgläubigen als Sippen-, Gemeinde- oder sogar Stadtstaatstrafe drohte. Der deutsche „Messias“ hätte die so gestraften italienischen Städte – mit Gottes Hilfe – von diesem gefährlichen Kirchenbann erlösen sollen, denn der Bann machte kriminellen Plünderern in Italien begründete Hoffnung auf Straffreiheit. Gebannte Menschen verloren damals ihren Schutz durch die herrschende Gerichtsbarkeit und konnten daher straffrei bestohlen, beraubt oder sogar aus Habgier ermordet werden.

Nach dem tragischen Tod des letzten Schwabenherzogs Konradin wurde Augsburg im Jahr 1276 von Graf Rudolf I. von Habsburg (1218 – 1291) aus dem heute schweizerischen Aargau - nach seiner Wahl von 1273 zum Deutschen König - zur Freien Reichsstadt erhoben, damit sich die süddeutschen Stadtbürger mit kaiserlichem Recht selbst vor Plünderern schützen konnten. Das ursprüngliche römische Lehen „Schwaben“ wurde später zum Teil bayerisch und zum Teil württembergisch. Der wirtschaftliche Aufstieg der „Grenzstadt“ Augsburg zur großbürgerlichen Handelsstadt der „Fugger“ nahm ihren Lauf bis zur Reformation.

Die erste Arbeitersiedlung der Erde, die "Fuggerei", wurde im Jahr 1519 von Jakob Fugger (1459 - 1525) in Augsburg gegründet. Der Wirtschaftspatriarch hatte erkannt, dass sein Reichtum nur mit gesichert lebenden Arbeiterfamilien weiter zunehmen würde. Die römisch-katholische Wohnkolonie für Arme besteht bis heute.


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Augsburg im deutschen juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff Fuggerei im deutschen juristischen Web finden