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Assoziation

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In der allgemeinen menschlichen Sprachformenlehre unterscheidet man heute drei Arten von Assoziationen, die durch innere Vorstellungen der Hörenden und Sprechenden kreativ, d.h. interaktiv schöpferisch zustande kommen.

Eng assoziiert sind immer alle Wörter und Wortformen eines bestimmten Paradigmas als Wortstamm. Dies sind die sogenannten stofflichen Assoziationen. Der gleiche Wortstamm weist auf eine ursprüngliche Bedeutungsverwandtschaft hin, die aber durch Analogiebildung im Gemeingebrauch irgendwann wieder verloren gehen kann. Als anschauliches Beispiel diene das Turngerät „Bock“, das nach der Vorstellung eines mutigen Sprungs über den lebenden Schafbock seinen Namen bekam. Wenn es irgendwann keine Schafböcke mehr gäbe, weil sie ausgestorben wären, dann ginge die kulturelle Erinnerung an den ursprünglichen Bocksprung verloren. Die Bedeutung des Begriffs Bock würde sich wandeln.

Eine andere Assoziationsart findet regelmäßig zwischen Wörtern von gleicher Funktion statt. So sind beispielsweise alle Genitive allein durch ihre grammatikalische Form sprachlogisch assoziiert. Man kann sie beim Sprechen als Reihe aufzählen, was im Deutschunterricht und im Fremdsprachenunterricht zur Übung praktiziert wird. Diese zweite Assoziationsart wird formelle oder funktionelle Assoziation genannt. Der Genitiv ist der Beugefall eines Wortes, der auf die Frage „wessen“ antwortet, z.B. die Formen „mein“ und „dein“ der persönlichen Fürwörter (Personalpronomen) ich und du.

Schließlich finden bei Menschen auch semantische Assoziationen gemäß ihrer – individuell unterschiedlich gelernten – Bedeutung statt. Auch hier werden oft Wortreihen gebildet, um Erinnerungsbilder aus dem realen oder fiktiven Erleben auszutauschen. Zu den semantischen Assoziationen gehören zum Beispiel Farbangaben, Zahlwörter und gegensätzliche Begriffe (= Antithesen, z.B. nichtdeutsch). Diese dritte Assoziationsart ist für die philosophische Geisteswissenschaft eine notwendige Arbeitsmethode. Wird sie durch Zensur unterdrückt, dann gerät die Geisteswissenschaft auf Irrwege und verwandelt sich – unbemerkt? – zur Ideologie.

Die drei naturgesetzlichen Assoziationsarten der Menschheit lassen die Neubildung von assoziierten Wörtern formähnlich sein. So besitzen viele Genitive die gleichen Endungen (mein, dein, sein) als funktionelle Assoziation. Der ursprüngliche Wortstamm eines Begriffs pflanzt sich sprachlich sehr weit fort (Schafbock wird zu Turnbock). Die Zahlwörter werden in der deutschen Sprache meist nach dem Zehnersystem als semantische Assoziationen zusammengesetzt (einundzwanzig, zweiundzwanzig; Ausnahmen sind elf statt „einundzehn“, zwölf statt „zweiundzehn“, aber dreizehn, vierzehn bis neunzehn).

Die Kommunikationsform Sprechen beruht auf dem menschlichen Assoziationsvermögen. Denn kaum ein Mensch kann alle Wortformen, die er oder sie im Laufe des Lebens zum Ausdruck der zahlreichen individuellen Erinnerungen benötigt, als Bildzeichen einzeln erlernen. Aus diesem Grund konnte und könnte sich die chinesische Schrift nie global durchsetzen. In den Sprachen mit Alphabeten dagegen genügt es, sich einen Teil der Wörter zu merken. Durch Erlernen der Grammatik ist der Mensch dann später jederzeit im Bedarfs- oder Bedürfnisfall dazu sprachfähig, nach Analogie bekannter Formen auch solche, die man bisher noch nicht gebraucht hat, neu zu bilden, z.B. Cybernaut. Auf die gleiche Art und Weise werden auch schon gebräuchliche Wortformen umgangssprachlich kreativ verändert. Dieses Phänomen ist zum Beispiel bei der ersten und zweiten Lautverschiebung in der deutschen Sprache – a posteriori – zu erforschen. Die erste Lautverschiebung schied die Germanischen Sprachen vom Griechischen. Es war die Zeit der Entstehung des Römischen Rechts im republikanischen Griechenland. Die zweite, hochdeutsche Lautverschiebung fällt in die Zeit zwischen dem fünften und achten Jahrhundert nach Christus. Damals unterlagen einige germanische Stämme südlich des Mains den römischen Legionen und gerieten unter römisch-rechtlichen Einfluss. Zu den von der hochdeutschen Lautverschiebung betroffenen deutschen Dialekten gehörten die Volkssprachen der Langobarden, der Bayern, der Alemannen und der Franken um Nürnberg.

In der englischen Sprache hat das Wort 'association' meistens die Bedeutung einer Vereinigung von Menschen, z.B. eines Vereins.


Siehe auch

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