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Arabien

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Sprach- bzw. religionsphilosophische Betrachtungen

Der altlateinische Rechtsbegriff ‚ara‘ bedeutet Altar. Das Land Arabien ist/war aus latinischer Sicht wohl schon in der Antike ein heiliges Land. Der vermutete semantische Ursprung des Reichsnamens ‚Arabien‘ führt die unlösbaren Stammeskonflikte unterschiedlicher menschlicher Sprachengruppen im und um das Heilige Land auf einen formallogischen Widerspruch zurück. Seine tieferen rechtsanthropologischen Ursachen dürften natur- bzw. geschlechtsbedingt sein:

Arabien war vor der Eroberung durch den monotheistischen Islam ein schamanistisches Matriarchat, regiert von schwarzhäutigen Königinnen. Die biblische Geschichte über die Königin von Saba (Die Bibel, 1 Könige 10.1 – 13) weist uns religionspädagogisch bzw. gleichnishaft darauf hin. Der Schwarze Stein war/ist als unpersönliches, materielles Felssymbol für die Dreieinige Schöpfergöttin ein uraltes Kultzentrum der Weiblichkeit (= Fruchtbarkeit). Der ‚Haram‘ ist das Heilige Haus für dieses irdisch-weibliche Zentrum der Macht. Aus dem ‚Haram‘ wurde im Patriarchat der königliche Harem, d.h. der Ursprung der Herrscherdynastie.

Das Wort ‚Koran‘ leitet sich vom alten Göttinnennamen ‚Kore‘ her. Der Koran stellt somit eine arabisch-sybillinische Textsammlung dar: die „Gesetze“ der ‚Kore‘/‘Kauri‘ – das Mutterrecht. Die schamanistischen Anhängerinnen und Anhänger der ‚Kore‘, die sogenannten Koreschiten, verehrten als ihre Priesterkönigin eine Frau als ‚Hind al-Hunud‘, d.h. als die Hirschkuh der Hirschkühe. Dieser schamanistische Titel ist von der weiblichen Macht her vergleichbar mit dem römischen Titel der ‚Victoria‘ als einer vermenschlichten europäischen Siegesgöttin. Mohammed gilt gemäß der islamischen Rechtslehre als Ehemann der (letzten) Priesterköniginnentochter. Er war dadurch in der Lage, das alte arabische Mutterrecht als ein anerkanntes Mitglied der Matriarchendynastie patriarchalisch zu reformieren.

Reformen in entgegengesetzter Geschlechterausgleichsrichtung können die europäischen Rechtshistoriker heute vor allem in den beiden großen Herrscherinnen des russischen Zarentums (Katharina II. Alexejewna, die Große, 1729 – 1796) und des österreichischen Kaisertums (Maria Theresia 1717 – 1780) erkennen. Beide Kaiserinnen des 18. Jahrhunderts sprachen Deutsch ...


Kulturhistorische Betrachtungen

Arabische Menschenkultur mit eigener Sprache entwickelte sich seit der Antike auf der Arabischen Halbinsel, die den afrikanischen mit dem asiatischen Kontinent zwar verbindet, jedoch von dem Roten Meer, dem Golf von Aden, dem Golf von Oman und dem Persischen Golf klar begrenzt wird. Deshalb konnte sich – wie im durch Wüste begrenzten Niltal – ein staatsartiges Gesellschaftssystem mit einer eigenen, semitischen Verwaltungssprache entwickeln. Es war vom klimabedingten Nomadentum der viehzüchtenden Beduinen (Kamele, Araberpferde, Schafe) stark geprägt. Sesshafte arabische Hochkulturen mit Bewässerungstechnik im Altertum waren die Reiche von „Saba“, „Petra“ und „Hadramaut“, die im ersten Jahrtausend vor Christus wahrscheinlich mit dem Alten Reich Ägyptens - damals noch ein koptischer Sprachraum - in Verbindung standen.

Das erste Archivzeugnis von ‚Arabien‘ stammt aus dem neunten Jahrhundert vor Christus aus der Bibliothek von Ninive. Damals beschrieb der assyrische Großkönig die „Araber“ als seine Feinde. Der matriarchalische, arabische Stamm von „Saba“, der vom Weihrauchhandelsmonopol reich wurde, kolonisierte die Länder Eritrea und Äthiopien auf dem afrikanischen Kontinent. Diese wurden später mit Hilfe des Christentums unabhängig und unterwarfen ihrerseits Südarabien zwischen dem vierten und sechsten Jahrhundert nach Christus. Zur geistlichen Abwehr des koptischen Christentums warteten die arabischen Matriarchinnen sehr lange auf ihren „Mehdi“. Schließlich kam er in Person des Mohammed um das Jahr 570 in Mekka zur Welt. Es kam zur dritten monotheistischen Religionsgründung des Islam. ‚Islam‘ ist Arabisch und bedeutet Hingabe (passiv) oder Unterwerfung (aktiv) – je nach Gesetzesinterpretation. Etwa ab dem Jahr 635 war die ganze arabische Halbinsel unter islamischer Herrschaft, das erste Kalifat hatte sich kriegerisch gebildet und dehnte sich weiter aus. Die Konflikte mit andersgläubigen monotheistischen Herrschern nahmen ihren verheerenden Verlauf bis in die heutige Zeit, obwohl das Kalifat als Staatsform mit dem Ende des Osmanischen Reiches im Jahr 1924 offiziell abgeschafft worden ist. Fraglich ist, ob die Araber diesen türkischen Staatsakt rechtlich international anerkennen wollen.


Siehe auch

International.png Den Begriff Arabien im weltweiten juristischen Web finden

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