Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 14.945 in ständiger Konstruktion …

Antiochia

aus jurispedia, das gemainsame Recht
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend in türkischen Recht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen…
'
Suche im türkischen Recht Tr flag.png
Google Custom Search

Türkei > Rechtsgeschichte > Stadtstaat
Tr flag.png


Die griechische Stadtgründung 'Antiocheia' war einst die Hauptstadt des Reichsteils Syrien im Seleukidenreich, einem der Diadochenstaaten. Die Seleukidenherrschaft endete im Jahr 63 vor Christus, als Syrien eine Römische Provinz wurde.


Rechtshistorische Betrachtung

Die Stadt ‚Antiocheia‘ wurde nach den Eroberungskriegen des griechischen Heerführers Alexander I., des Großen (356 – 323 v. Chr.), im Jahr 300 v. Chr. am Fluss Orontes von einem der Diadochen-Rechtsnachfolger am Mittelmeer gegründet. Die neu entstehende Handelsstadt bildete nun ein Ende der traditionellen Seidenstraße zwischen China und Persien. Die neue syrisch-babylonische Herrscherdynastie des Stammvaters „Seleukos“ beherrschte jahrhundertelang ein Handelsimperium von ihrer Residenz in ‚Antiocheia‘ aus. Die Karawanenstraße führte von China und Sibirien über ‚Taxila‘ in Indien durch Persien bis zu den Häfen am Persischen Golf, am Roten Meer und am Mittelmeer. König Seleukos I. Nikator (ca. 358 – 281 v. Chr.) regierte ab 312 das Syrisch-Babylonische Reich. König Antiochos III., der Große (342 – 187 v. Chr.) regierte ab 223 v. Chr. das Reich mit der größten Ausdehnung. Er starb in der Nähe von ‚Susa‘ im heutigen Irak. König Antiochos IV. regierte von 175 bis 163 v. Chr. diktatorisch. Er versuchte, die griechische Philosophie als Rechtslehre durchzusetzen und löste dadurch den im Alten Testament in zwei Büchern beschriebenen „Makkabäer“-Aufstand aus. Die „Makkabäer“ oder Hasmonäer waren eine jüdische Philosophenkönigsdynastie, die vorübergehend die staatliche Unabhängigkeit vom Syrisch-Babylonischen Reich erkämpfte.

Im Jahr 64 v. Chr. wurde ‚Antiochia‘ von den Römern zur Hauptstadt der neuen Römischen ProvinzSyria“ gemacht. Das Gebiet des ehemaligen Seleukidenreichs wurde zwischen den siegreichen Römern und dem Partherreich aufgeteilt. Bekanntlich wurde bald darauf Jesus von Nazareth in Bethlehem als „Mehdigeboren. Seine Glaubensanhänger erschufen durch ihre Glaubenstreue die zweite monotheistische Weltreligion, das Christentum. ‚Antiochia‘ entwickelte sich zum Erzbistum und Patriarchat der orthodoxen Kirche. Die Stadt lag bald an der Grenze zwischen dem monophysitischen und dem griechisch-orthodoxen Christentum. Im Jahr 637 wurde die Stadt von den Anhängern der neu entstehenden dritten monotheistischen Religion gemäß den spirituellen Thesen von Mohammed (ca. 570 – 632) erobert und besetzt. Der erste Kreuzzug der europäischen Christenheit zwischen 1096 und 1099 erschuf den fürstlichen Kreuzritterstaat „Antiochien“ mit der Hauptstadt ‚Antiochia‘ durch Befreiung der Stadt von den Falschgläubigen. Im Jahr 1518 wurde ‚Antiochia‘ türkisch-muslimisch und Teil des Osmanischen Reiches. Die südtürkische Stadt heißt heute Antakya bzw. Antakije.


Siehe auch

Tr flag.png Den Begriff Antiochia im türkischen juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff Antiochia im deutschen juristischen Web finden