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Antidiskriminierungsstelle (de)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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Deutschland > Öffentliches Recht > Antidiskriminierungsmaßnahme > staatsbürgerliche Gleichstellung
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Die jeweilige Antidiskriminierungsstelle eines privaten oder öffentlich-rechtlichen (nicht: religionsrechtlichen!) Arbeitgebers soll gemäß § 1 AGG darauf hinwirken, dass Benachteiligungen einzelner Beschäftigter aus Gründen ihrer Rasse oder wegen ihrer ethnischen Herkunft, wegen ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung, ihres Alters oder ihrer sexuellen Identität verhindert oder vermindert und schließlich beseitigt werden.


Inhaltsverzeichnis

Rechtshistorische Fallbetrachtung

Im Jahr 1892 nahm die altehrwürdige Eberhard Karls Universität Tübingen (gegr. 1477) nach über 400 Jahren Bildungsmonopol die erste (1.) weibliche Studentin mit einer Sondergenehmigung auf. Schon im Jahr 1863 hatte Tübingen die erste Naturwissenschaftliche Fakultät Deutschlands eingerichtet. Trotzdem argumentierten die „Naturrechtler“ noch gegen die Zulassung von Frauen in Tübingen mit folgenden „naturwissenschaftlichen“ Argumenten:

  • Störung eines ordentlichen Studiums durch Schwangerschaft und Menstruation

[Quelle: Hansmartin Decker-Hauff (Hg.), Die Universität Tübingen von 1477 bis 1977 in Bildern und Dokumenten, Tübingen 1977]

  • und Frauen haben meist kleinere Füße als Männer


Frau Marie Gräfin von Linden, spätere Professorin in Bonn, setzte sich aber damals mittels einflussreicher Freunde gegen diese diskriminierenden Argumente der Männer durch und studierte in Tübingen erfolgreich Zoologie. Heute hätte sie die Möglichkeit, ihren Zulassungsanspruch gemäß § 21 AGG bei der unabhängigen Antidiskriminierungsstelle oder per Gerichtsurteil durchzusetzen.


Feministische spieltheoretische (Anti-)These 2010 => Zweite Woge

Nachdem die oben zitierten, patriarchalisch-naturrechtlichen Thesen über die geistige Unterlegenheit der Frau innerhalb von nur 100 Jahren akademischer Frauenbildung widerlegt werden konnten, folgt nun hier an dieser öffentlichen Stelle eine feministische These als Aufruf zur lebenspraktischen Widerlegung:


Mal sehen, wie viele Jahre die Männer zur Widerlegung dieser Thesen benötigen werden ...

Lösungswege ...

Als Analogie bzw. in Anlehnung an die vier philosophischen Grundfragen von Immanuel Kant (Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?) können folgende vier Fragen Männern bei der Lösung des Geschlechterdissenses helfen:

  • Was kann ich über Frauen wissen?
  • Was soll ich den Frauen (Gutes) tun?
  • Was darf ich von den Frauen (dafür) erhoffen?
  • Was ist eine Frau?

Viel Erfolg bei der angemessen sorgfältigen Suche!!!


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Siehe auch

De flag.png Den Begriff Antidiskriminierungsstelle im deutschen juristischen Web finden