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Altindische Sprachen

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Die altindischen Sprachen sind allgemein unter dem Begriff "Sanskrit" bekannt. Zum Altindischen gehört z.B. Bengali.


Sprachphilosophische Betrachtung

Die unter dem Begriff „Sanskrit“ bekannte altindische Schriftsprache ist zum Zweck der Liturgieaufzeichnung von Schriftgelehrten religionsphilosophisch entwickelt worden. Die Schrift ist daher mit dem europäischen Latein vergleichbar, das von römisch-katholisch-christlichen Geistlichen entwickelt wurde.

Die voneinander unabhängigen Schriftschöpfungen aus dem fünften vorchristlichen Jahrhundert fanden menschheitsgeschichtlich ziemlich synchron in Asien und Europa statt. „Sanskrit“ ist die Schrift der Brahmanen, der hinduistischen Priesterkaste (vergleiche: israelischer Stamm Levi). Die altindische Schrift ist alphabetisch aufgebaut und besteht aus 49 Buchstaben, davon gelten sechzehn als Vokale (= Selbstlaute). Die altindischen Schriftphilosophen gingen wohl empirisch vor und beobachteten das menschliche Laut- bzw. Sprechorgan bei der Lautbildung. Ausgehend vom heiligen Schöpfungslaut ‚AUM‘ (auch ‚OM‘) definierten sie Vokale, Halbvokale, Kopflaute, Gaumenlaute, Kehllaute, Zahnlaute, Lippenlaute, Zischlaute und einen Hauchlaut (= h). Alle 49 Buchstaben bilden zusammen das Sanskrit-Alphabet, quasi als heilige Lautvariationen der Muttergöttin, gesprochen durch den Mund ihrer in der Heiligen Schrift als kundig geprüften Priester. Die weiße Kragensymbolik bei evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern könnte an diese alte Vorstellung vom göttlichen Wort aus dem Mund der Priesterschaft bildhaft erinnern.

Im Vergleich zu Griechisch mussten die Brahmanen den sprachlichen Umgang mit doppelt so vielen Buchstaben lernen. Die postulierte Heiligkeit des indischen Alphabets machte vereinfachende Schriftreformen schwierig. Die Verwendung des „Sanskrit“ blieb - vielleicht auch deshalb - weitgehend auf Gebiete des Indischen Reiches beschränkt. Gegen das eindringende Arabisch (ohne Vokale!) konnte sich „Sanskrit“ nie vollständig als Amtssprache durchsetzen. Indische Wörter und Begriffe wurden jedoch in die Indogermanischen Sprachen übernommen, zu denen auch Englisch gehört, die Sprache der ehemaligen indischen Kolonialmacht bis 1947.


Kinofilmbetrachtung

Dem heiligen Hauchlaut verdankt die Menschheit in dem symbolreichen Fantasiefilm „Das fünfte Element“ seine Rettung. Als die ratlosen Helden versuchen, die vier Zaubersteine der Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft im Tempel in Ägypten als Abwehrwaffe zu aktivieren, kommt des Rätsels Lösung für das Kreativteam durch den absichtslosen H-Hauch eines Seufzers. Der Windstein öffnet sich dadurch ein Stück weit und das Team erkennt, was der Rat der Jungfrau bedeutet: „Wind bläst“. Dank dieser „Höheren Gewalt“ kann die Jungfrau, die die Heilige Sprache spricht - aber die körperliche Liebe noch nicht kennt -, in letzter Minute mit ihrer Herzensliebe die Menschheit retten: das Böse erstarrt.


Siehe auch

In flag.png Den Begriff "official language" im indischen juristischen Web finden
International.png Den Begriff Sanskrit im internationalen juristischen Web finden