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Actio per sacramentum

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Die römisch-rechtliche 'actio per sacramentum' war eine religiöse Wette (v.a. in England), die die Gebühren für den Schlichter sicherte. Bei korrupten Schlichtern entschied das Geld ('Gott Mammon'), d.h. die ärmere Partei bekam Recht, da dann das Geld der reicheren Partei einbehalten werden konnte. So war die Spielregel, die das Vertrauen in die unaufgeklärte Judikative nach und nach vernichtete ...


Rechtshistorische Betrachtung

Die Menschen des Mittelalters glaubten mehrheitlich noch an Magie, d.h. an die Manipulierbarkeit Gottes durch Zauberer oder Priester. Ein konkretes Fallbeispiel aus der germanischen Kriegsgeschichte soll dieses irrationale Menschenverhalten deutlicher machen.

Während der Regierungszeit von Heinrich IV. (1050 – 1106) als Deutscher König ab dem Jahr 1056 (zunächst vertreten durch seine französische Mutter und zwei Erzbischöfe) fand die entscheidende Schlacht von Hohenmölsen im Jahr 1080 zwischen dem geistlich-abstrakten Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und den rebellierenden deutschen Fürsten in Sachsen statt. Direkt vor dieser Entscheidungsschlacht überschrieb der Salierkönig Heinrich IV. seine beiden privaten Königsgüter im schwäbischen Remstal (Waiblingen und Winterbach) an die Reichsdiözese Speyer. Die historische Besitzübertragungsurkunde ist erhalten und genau auf den 14.10.1080 datiert. Das Königsopfer an Grundbesitz wird im lateinischen Rechtstext zum Tausch für den göttlichen Beistand der Gottesmutter angeboten. Die Himmelskönigin hat den königlichen Tauschvertrag dann offensichtlich angenommen, denn der Gegenkönig von Heinrich IV., sein Schwager Rudolf von Rheinfelden, verlor am 15.10.1080 in Hohenmölsen im Kampf seine rechte Hand und starb später an dieser Kriegsverletzung. Die abgeschlagene Hand ist als mumifiziertes Beweismittel erhalten und wird im Merseburger Dom in Sachsen aufbewahrt. Dort gilt die Hand jedoch nicht als Zeichen der Niederlage, sondern als Körperteil eines heiligen Märtyrers, der von den „oströmischenBischöfen zur Reliquie erklärt worden war.

Welcher Glaubensinhalt ist nun der richtige: materielles Symbol der Niederlage im heiligen Krieg oder geistliches Symbol des Sieges? Richtig ist sicherlich, dass fanatisch ausgelebte Gottesurteile heute global als Spiele gelten müssen.


Siehe auch

International.png Den Begriff "actio per sacramentum" im weltweiten juristischen Web finden
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