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Élysée-Vertrag (int)

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Europäische Union > Europäische Aufklärung > Europa > Freundschaft > Vertragsrecht > Urkunde > causa
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Der Freundschaftsvertrag zwischen den "Erbfeinden" Frankreich und Deutschland wurde am 22. Januar 1963 in Paris zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer geschlossen. Der formale Freundschaftsvertrag trat am 02.07.1963 in Kraft.


Inhaltsverzeichnis

Persönliche Betrachtungen

„In einem Zeitungsartikel führte ich aus, General de Gaulle sei seiner Herkunft, seinen Neigungen, seinem Stil nach viel zu sehr ein Erbe des ‚klassischen Jahrhunderts Frankreichs‘, um ein geistloser Reaktionär sein zu können. Gewiss seien viele seiner politischen Maßnahmen verschieden von dem, was wir unter Fortschritt verstehen, aber man solle sich nicht täuschen: Auch diese Maßnahmen seien von ihm als Fortschritt gemeint, als Fortschritt auf dem Wege zur Konsolidierung des französischen Staates und der französischen Nation. Wo wir von ‚Reaktion‘ sprechen, werde er von ‚Ordnung‘ reden und uns sagen, dass nur ein geordnetes Gemeinwesen sich den Luxus leisten kann, seine Phantasie bis nach Utopia schweifen zu lassen. De Gaulle sei kein ‚prophète du passé‘ – er wolle Realist, ja, Rationalist sein. Seine Vernunft sage ihm, dass es in der Geschichte nur eine wirkende Wirklichkeit gibt: die Staaten, und zwar die Nationalstaaten, die für ihn, wie einst für Leopold von Ranke, ‚unmittelbar zu Gott‘ stehen. Nach seiner Meinung seien einige dieser Staaten notwendige Pfeiler jener Brücke, auf der die Völker einander suchen, um in guter Ordnung nebeneinander zu leben und im eigenen Interesse miteinander gemeinsame Aufgaben besser zu bewältigen, als sie dies als einzelne könnten.

Dass Frankreich als unabhängiger, nur sich selbst verantwortlicher Staat existieren kann, erscheint de Gaulle als ein Axiom des ungeschriebenen öffentlichen Rechts Europas. Darum darf Frankreich nicht in einem größeren Gebilde – auch wenn es Europa heißt – aufgehen. Das versteht er unter seinem Begriff ‚Europa der Vaterländer‘. Er hält es für sein größtes Verdienst, das Volk Frankreichs von der ‚Versuchung‘ zurückgerissen zu haben, um Europas willen Frankreich aufzugeben.“[1]

Fußnoten

  1. Carlo Schmid, Erinnerungen, Seite 777/778, Scherz Verlag, Bern München Wien 1979


Links


Siehe auch

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