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Willkür

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Hauptseite > Rechtssoziologie > Willensbildung
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Der deutsche Philosoph Immanuel Kant hat in seinem Werk zwischen unfreier und freier Willkür des Menschen unterschieden.

Die freie Willkür einer Gruppe von Menschen äußert sich heute in Deutschland zum Beispiel im sogenannten Bürgerbegehren. Politische Willensbildung als kultivierte Form der freien Willkür findet in und durch staatlich zugelassene politische Parteien statt. Hilfreich bei der politischen Willensbildung wäre vorab eine öffentliche Meinungsbildung, sonst bleibt der Anteil der uninformierten Mitläufer - z.B. für eine Demokratie - weiterhin zu hoch.


Dreigliederung des menschlichen Willens:

und dann noch nolens volens ...


Rechtsphilosophische Betrachtung

„Einige verwenden alle ihre Kraft auf den Anfang und vollenden nichts. Sie erfinden, aber führen nicht aus. Dies ist Wankelmut des Geistes. Auch erlangen sie keinen Ruhm, weil sie nicht verfolgen, sondern alles ins Stocken geraten lassen. Allerdings entspringt dies bei einigen aus Ungeduld, welche der Makel der Spanier ist, wie hingegen Geduld der Vorzug der Belgier. Diese werden mit den Dingen fertig, mit jenen die Dinge. Bis die Schwierigkeit überwunden ist, verwenden sie allen Schweiß darauf, sind aber dann mit ihrem Siege zufrieden und verstehen nicht, ihn zu Ende zu führen: sie beweisen, dass sie es könnten, aber nicht wollen; dies liegt denn aber doch am Unvermögen oder Leichtsinn. Ist das Unternehmen gut, warum wird es nicht vollendet? Ist es schlecht, warum ward es angefangen? Der Kluge erlege sein Wild und begnüge sich nicht damit, es aufgejagt zu haben.“[1]

Fußnoten

  1. Jesuitenpater Balthasar Gracian, Handorakel und Kunst der Weltklugheit, Abschnitt 242 (von 300), Übersetzung des „Oráculo manual“ aus dem Jahr 1647 durch Arthur Schopenhauer, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1978

Siehe auch

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