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Verwaltungsrecht (de)

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Deutschland > Öffentliches Recht > Verwaltung > Exekutive
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Verwaltungsrecht im eigentlichen, d.h. im modernen aufgeklärten Sinn gibt es erst, seit die staatliche Exekutive durch die Gewaltenteilung dem Prinzip der Gesetzmäßigkeit des Rechts (Legalitätsprinzip) unterworfen wurde. Davor war Verwaltungsrecht „nur“ monarchistisches bzw. absolutistisches Polizeirecht, das leicht zur Diktatur verkommen konnte.


Rechtshistorische Betrachtung

Das erste Verwaltungsrecht im modernen Sinn entwickelte sich im Königreich Württemberg im Jahr 1829 durch den Tübinger Juraprofessor Robert von Mohl, der zunächst nur die begriffliche Trennung zwischen Staats- bzw. Verfassungsrecht und Verwaltungsrecht rechtstheoretisch vollzog. Erst im Jahr 1863 gelang dann auch der deutschen Justiz die rechtspraktische Umsetzung dieser Liberalisierung durch die Einrichtung des ersten deutschen Verwaltungsgerichtshofs in Karlsruhe. Die Verwaltungsgerichte blieben zunächst Landeseinrichtungen der deutschen Gliedstaaten ohne eine oberste Reichs- bzw. Bundesinstanz. Erst die NS-Diktatur machte 1941 den exekutivenBundeszwang“ durch die Einrichtung des Reichsverwaltungsgerichts zumindest formaljuristisch möglich. Als „Vater“ des materiellen deutschen Verwaltungsrechts gilt Otto Mayer durch sein berühmtes Lehrbuch „Deutsches Verwaltungsrecht“ aus den Jahren 1895/96.

Seit dem Jahr 1946 wurden – unterstützt durch ein Kontrollratsgesetz der alliierten Besatzungsmächte – in der zweiten deutschen Republik flächendeckend Verwaltungsgerichte eingerichtet. Die neuen fünf Bundesländer der ehemaligen DDR (sozialistische Observanz?) folgten nach 1989 diesem Beispiel zeitverzögert um 40 Jahre nach Erlass des Grundgesetzes.

Moderne aufgeklärte Betrachtung

Die Gewaltenteilung sieht vor, dass die Arbeit der Verwaltung im Rechtsstaat durch die unabhängigen Verwaltungsrichter kontrolliert wird. Seit 1954 haben die Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts den Rechtsschutz der Bürgerinnen und Bürger vor ihrer Öffentlichen Verwaltung nach und nach durch Richterrecht verbessert. Seitdem stehen sich Bürgerschaft und Staat als Rechtssubjekte zumindest formaljuristisch auf Augenhöhe vor dem Verwaltungsgericht gegenüber.

Eine wichtige politische Folge dieser Veränderungen im Verwaltungsrecht war die Entwicklung des Sonderrechtsgebiets Umweltrecht, das heute einen zunehmend globalen Einfluss auf die allgemeinen Lebensbedingungen der Erde über die deutschen Staatsgrenzen hinaus entwickelt.

Siehe auch

De flag.png Den Begriff Verwaltungsrecht im deutschen juristischen Web finden

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