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Völkerrecht (int)

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Völkerrecht war - historisch betrachtet - das erste Recht überhaupt. Es entwickelte sich aus dem gebietsübergreifenden Handel und aus Völkervermischungen durch dynastische Heiratspolitik. Zu den ersten Rechtsformen gehörten auch Verträge.

Wichtige Funktionseinheiten des Völkerrechts sind heute die Vereinten Nationen mit mehreren Standorten ihrer Organe weltweit, die Welthandelsorganisation mit Sitz in der Schweiz sowie die Internationalen Gerichtshöfe.


Ein Volk ist ein durch Abstammung (Erbrecht), Kultur (Gewohnheitsrecht) und Geschichte (volksindividuelle Rechtsgeschichte) verbundene Gruppe von Menschen. Im Volk sind in der Regel sowohl ein kollektives Selbstbewusstsein, typische volkstümliche Traditionen als auch nationale Gemeinschaftsgefühle der Menschen sozial wirksam. Menschen anderer Völker werden auf dieser tiefen Gefühlsebene als Fremde empfunden. Daher ist für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Völkern - zum Beispiel in Städten – ein demokratisches Recht notwendig. Dies hat der Verlauf der europäischen Rechtsgeschichte logisch-empirisch bewiesen. Den rechtsphilosophischen normativen Beweis lieferte Immanuel Kant durch sein Gesamtwerk schon am Ende des 18. Jahrhunderts. Jedoch konnte die hierarchisch strukturierte Menschheitskultur in Europa die Bedeutung Kants für das Völkerrecht wohl erst zweihundert Jahre nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation mehrheitlich erkennen. Rechtsfortbildungen benötigen eben ihre Zeit, da es sich dabei um menschlich-sozialorganische Wachstumsprozesse handelt.


Sprachphilosophische und rechtshistorische Betrachtungen:

Das deutsche Wort Volk stammte ursprünglich wohl aus Italien. Dort lebte zur Zeit der Stadtgründung Roms ein etruskischer Stamm, der als die Volsker in die Geschichte Europas eingegangen ist. Dieser und andere etruskische Stämme hinterließen in Italien die sogenannten Kyklopenmauern, z.B. in Fondi in Latium südlich von Rom. Schon im 4. Jahrhundert vor Christus wurden die Volsker von den über das Mittelmeer kommenden „Imperialisten“ der griechischen, persischen und/oder ägyptischen Hochkulturen rechtlich gefügig gemacht.

Ihren Namen hatten sich die naturreligiösen Volsker wahrscheinlich zur Identifikation mit den in Süditalien als Naturphänomene erlebten aktiven Vulkanen gegeben. In der Lateinischen Sprache, die aus Latium in Italien stammt, war Volcanus bzw. Vulcanus der Gott des Feuers, der dem griechischen Gott Hephaistos volkssolidarisch gleichgestellt war. Volcanus war laut Mythos bzw. „mores“ von Beruf Waffenschmied in Zusammenarbeit mit den Kyklopen, den einäugigen Riesen der griechischen Sage – einer mythischen Personifizierung der unbeherrschbaren, d.h. göttlichen Erdgewalt Vulkanismus. Wahrscheinlich waren die Volsker – genauso wie die mitteleuropäischen Kelten – gute Schmiede.

Unter dem Römischen Recht im sich ausbreitenden „Reich“, d.h. unter der Herrschaft der wohlhabenden Römischen Bürgerschaft, blieben die alten Begriffe, Vorstellungen und einzelne Wortlaute der Volkssprache bzw. Volskischen Sprache wohl lebendig und wurden in die sich in Europa herausentwickelnden Romanischen und Germanischen Sprachen weitertransportiert. So wurde aus dem etruskischen Stammesname der Vulkanier bzw. Volsker wohl der allgemeine deutsche Begriff für einen nichtrömischen Stammesverband: Volk.

Sprachphilosophisch betrachtet könnte man diese synthetische Erkenntnis a priori als erfolgreiche geisteswissenschaftliche, deutsch-ästhetische Wiedergeburt nach dem nationalstaatlichen „Tod“ von 1945 bezeichnen. Als anerkannt wissenschaftliche Analyse erklärt diese rechtsphilosophische Erkenntnis den nachrömischen Bedeutungsumfang des Begriffs Völkerrecht nun wie folgt:

Moderner Bedeutungsumfang des Begriffs Völkerrecht:

Als Völkerrecht kann im 21. Jahrhundert all dasjenige Recht gelten, das nicht zum jeweiligen nationalen Recht aller möglichen Staaten der Erde gehört und das kein Satzungsrecht einer moralischen Person des Öffentlichen Rechts ist.

Oder positiv ausgedrückt:

Völkerrecht ist dasjenige Recht, das auch in Zeiten der erfolgreichen Europäischen Aufklärung noch für alle Menschen richtig, d.h. gerecht sein kann.


Siehe auch

International.png Den Begriff Völkerrecht im internationalen juristischen Web finden