Normandie
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Frankreich > Rechtsgeschichte
‚Normandie’ heißt heute noch das Land auf französischem Staatsgebiet, das die nordeuropäischen Wikinger im 10. Jahrhundert nach Christus erobert und besetzt hatten. Wilhelm der Eroberer, Herzog der Normandie, unterwarf im Jahr 1066 auch England für die sogenannten ‚Normannen’ (Nordmannen = nordische Männer) als neue gesamteuropäische Dynastie.
Robert Guiscard (1016 – 1085) erweiterte das normannische Reich bis ins Mittelmeergebiet. Im Jahr 1059 leistete er als siegreicher Kriegsflottenführer dem Papst Nikolaus II. den Lehenseid und begründete so mit Hilfe des Feudalsystems und des Kanonischen Rechts das spätere normannische Königreich Sizilien, das sein Bruder Roger I. zunächst noch als Graf regierte. Die politischen Gegner der Normannen im Mittelmeerraum waren der byzantinische Kaiser und die mächtigen Handelsstädte, z.B. Venedig.
Im Jahr 1130 gelang es Roger II., vom Gegenpapst Anaklet II. die Königswürde für Sizilien zu erhalten. Dieser normannische König legte mit seinen absolutistischen Rechtsreformen im republikanischen Sizilien die Grundlagen für das spätere Stauferreich Kaiser Friedrichs II., dessen früh verstorbene Mutter Konstanze eine Tochter von Roger II. gewesen war.
Siehe auch
Den Begriff Normandie im französischen juristischen Web finden (Normandie in Deutsch)
