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Nomadentum

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Inhaltsverzeichnis

Nomadentum in Rechtsstaaten

u.a.


Märchenbetrachtung

Ein uraltes mongolisches Märchen erzählt von den sozialen Konflikten in einem typischen Nomadenvolk. Diese Menschenvölker leben in der Regel auf kargen Böden von der Viehzucht und müssen immer spätestens dann weiterziehen, wenn ihre Herden kein Futter mehr finden. Nachhaltig landwirtschaftlich genutzte Flächen, die im Eigentum oder Besitz von Landwirten stehen, sind für Nomaden heute völkerrechtlich tabu. Die Nomaden leben von Milch und Fleisch sowie vom Verkauf oder Tausch der Tiere und Tierprodukte. Die Nomadenfamilien wohnen in transportablen Zelten bzw. Jurten, d.h. nach deutschem Recht in „fliegenden Gebäuden“. Das Zelt heißt auf Hebräisch ‚huppah‘. Im religiösen Judentum wird mit diesem Begriff bis heute der Hochzeitsbaldachin bezeichnet, der bei der Eheschließung als Symbol für die zukünftige Einheit/Liebe? zwischen Ehefrau und Ehemann rituell verwendet wird.

Vor der nächsten Volksweiterwanderung wegen Futtermangels ordnet der Khan, der mongolische Stammesführer, an, dass die Alten und Gebrechlichen – aus Vernunft? – vor der Abreise getötet werden sollten. Sein Volk befolgt jedoch diese Anordnung nicht. Es versteckt vielmehr die Alten und Kranken auf den Transportwagen unter Planen, Decken und in Säcken. Der Khan kontrolliert die Volksexekutive nicht. Die Karawane wandert zunächst nach Osten, dann nach Süden, aber überall ist das Land dürr und trocken. Der Khan kennt noch die alten Wanderwege seines Volkes. Er sendet Kundschafter voraus, die nach Wasser suchen sollen. Doch keiner seiner jungen Männer findet Wasser.

Der Märchenheld heißt „Syrén“. Er bittet seinen versteckten Vater um Hilfe. Dieser gibt ihm den Rat, dem Instinkt einer Kamelmutter zu vertrauen und das Tier zur Suche nach Wasser frei laufen zu lassen. So findet der dürstende Volksstamm rechtzeitig zu einer verborgenen Quelle. Dem neugierigen Khan teilt „Syrén“ auf seine Nachfrage hin mit, er hätte diese Weisheit von seinem toten Vater im Traum erhalten. Der Nomadenstamm zieht nach einer Trinkpause auf seiner Suche nach frischen Weidegründen unter der Führung seines Khans weiter nach Süden. Zunächst finden sie nur einen schmalen, steinigen Bergbach, der nach Osten fließt. Sie folgen diesem Gewässer neun Tage lang ins Tal und lassen ihr Vieh am Ufer fressen und im Bach trinken. Der Khan erkennt die Strecke schließlich wieder als einen kleinen Teil der „Seidenstraße“ zwischen der mächtigen Mandschurei und der Mongolei, ihrer Heimat. Der Bergbach endet dann in einem abflusslosen Wüstensee, wo das Wasser nach und nach verdunstet.

In diesem See – wo er liegt, ist nicht bekannt - entdecken Kinder am Abend eine goldene Schale. Die Habgier des Khans führt schließlich dazu, dass ein Mann nach dem anderen bis zum Sonnenuntergang vergeblich nach der goldenen Schale tauchen muss. Als der Sohn des Khans auch versucht, die goldene Schale aus dem Wasser zu holen, ertrinkt er im See. Der Märchenheld „Syrén“ hat für den unglücklichen Khan folgende „Traumbotschaft“ seines Vaters: Die Schale sei eine Spiegelung des sonnenbestrahlten, höchsten Berggipfels im See, die demjenigen Volk erscheint, das schwer an einem Unrecht trägt. Auf Nachfrage des Khans gibt „Syrén“ nun zu, dass sein Vater und die anderen Alten noch am Leben sind und das Volk die Tötungsanordnung ihres Führers nicht befolgt hat. Der Khan zieht – persönlich betroffen – seine Todesurteile zurück, weil er erkennt, dass die Altersweisheit für sein Volk einen Nutzen bringt![1]

Sprachphilosophische Betrachtungen

‚Syracusae‘ hieß auf Lateinisch die dorisch-griechische Kolonie auf der Insel Sizilien, gegründet im achten vorchristlichen Jahrhundert. Diese Stadt wurde im Jahr 212 vor Christus von den Römern, im Jahr 878 nach Christus von den Arabern und im Jahr 1085 nach Christus von den Normannen erobert.

Syrien heißt bekanntlich der Staat um die alte Hauptstadt Damaskus.

‚Syrinx‘ heißt die – lateinamerikanische? – Panflöte auf Griechisch.

‚Syriänen‘ oder ‚Komi‘ nennen sich die finno-ugrisch sprechenden Stämme um die russische Provinzhauptstadt Syktywkar.

Das deutsche Wort ‚Sirup‘ kommt aus der arabischen Sprache und bezeichnet ein zähflüssiges Arzneimittel, z.B. Hustensirup.

‚Sirius‘ heißt der Hauptstern im Sternbild „Canis maior“ (= Großer Hund). Sprachwissenschaftlich interessant ist der Lautähnlichkeitsvergleich zwischen folgenden ein- und zweisilbigen Wörtern für den (himmlischen) Wachhund, der – konkret und abstrakt - ein sehr altes „Heilmittel“ gegen reißende Wölfe als Bedrohung für die Viehherden darstellt: griechisch ‚ky-on‘ (Kyniker = „hundeähnliche“ Philosophen); chinesisch ‚kü-in‘ (2018 ist gemäß Chinesischer Astrologie ein „Jahr des Hundes“); türkisch ‚köpek‘; lateinisch ‚canis‘ und ‚Canicula‘ (= „Hündchen“, römischer Name des Sterns „Sirius“); italienisch ‚cane‘; französisch ‚chien‘; hebräisch ‚ke-lew‘ (auf Deutsch ‚Kläffer‘). Abgerichtete Hunde konnten früher wie heute als Kampfhunde ge- oder missbraucht werden.

‚Sirenen‘ heißen mythisch-weibliche „Lockfallen“ für sexwillige Männer. In der Zoologie werden die Seekühe als ‚Sirenen‘ bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind Sirenen in Deutschland akustische Warnsignale, z.B. von der Einsatzpolizei, vom Krankenwagen im Notfalleinsatz, von der Feuerwehr u.a.

Das Alte Testament enthält das Buch „Jesus Sirach“ als Weisheitsbuch aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Darin geht es um die Erziehung zur Weisheit, um Gottesfurcht, um Weisheitslehrer und –lehrerinnen und um den Lobpreis Gottes in Natur und Geschichte.


Fußnoten

  1. Das Märchen erschien unter dem Titel „Die goldene Schale“ in einer Erzählfassung von Gisela Reiners aus Vomp in Tirol im 40. Jahrgang der Gralswelt, Zeitschrift für wahren Aufbau durch neues Wissen, Heft 6/1986, Verlag der Stiftung Gralsbotschaft GmbH, Stuttgart


Siehe auch

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