Menschenwürde
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Dass das Wort Würde nicht aus der Lateinischen Sprache stammt, sieht man schon daran, dass Latein den Buchstaben W ursprünglich nicht kannte. Das hat sich so auch in die Italienische, die Spanische und die Französische Sprache übertragen. Die Englische Sprache und Deutsch verwenden jedoch den Buchstaben W und markieren so die Sprachgrenze zum Germanischen bis heute.
Der englische Wortstamm „worth“ bedeutet Wert; „worthiness“ bedeutet Würdigkeit. Ins Abstrakte übertragen kann „worth“ die Bedeutungen Wertschätzung, Verdienst, Ansehen bzw. Wichtigkeit haben. „to be worth the money“ bedeutet preiswert sein; analog bedeutet „to be worth the mankind“ dann menschenwert bzw. menschenwürdig sein. Der Begriff Menschenwürde kennzeichnet damit die Seinsqualität Mensch im Unterschied zu Tieren oder Sachen. Gleichzeitig ermahnt er Menschen, diese Seinsqualität für sich selbst und für andere Menschen anzuerkennen und einzufordern.
Der Begriff Menschenwürde im Gesetz markiert somit eine juristische Grenze als inhaltlich unbestimmter Rechtsbegriff. Jede demokratische Kultur ist deshalb in der Freiheit dazu aufgerufen, dem Leitziel Menschenwürde – in der Balance zwischen zwingender Staatsgewalt und kultureller Anarchie – durch ihr staatliches Recht zur Verwirklichung im Alltag zu verhelfen.
Siehe auch
Den Begriff Menschenwürde im weltweiten juristischen Web finden
