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Ein Beitrag aus der Sicht der (französischen) Rechtswissenschaftler und Rechtswissenschaftlerinnen liegt in französischer Sprache vor (Link siehe links unten).


Inhaltsverzeichnis

Wissensmanagement

In den modernen Zeiten mit Presse- und Informationsfreiheit ist Wissensmanagement eine Notwendigkeit für Rechtsstaaten. Was in religiös begründeten Staaten die Zensur bewirkte, muss in Demokratien durch die Informationstechnik geleistet werden. Wissensmanagement umfasst immer sowohl eine technologische als auch eine organisatorische Komponente.

Menschliches Wissen breitet sich in Gesellschaften naturgemäß bzw. phänomenologisch spiralförmig aus. Die sogenannte Wissensspirale ist heute ein anerkanntes Modell der Sozialwissenschaft. Es beschreibt die Entstehung und Verbreitung von Wissen ausgehend vom einzelnen Individuum, dem „Meister“. Zunächst erfolgt die Sozialisation des „Lehrlings“ nonverbal durch Beobachtung, Nachahmung und praktische Übung. Erst nach dieser „Lehrzeit“ wird Wissen artikuliert und dadurch abstrahierbar. Auf dem langen Menschheitsweg der Abstraktion von Wissen wurden und werden die Sprachformen Metapher, Analogie, Modell, These u.a. zwischengeschaltet. Am Ende des Wissenstransfers steht die schriftliche Sprache als abstrahiertes Übertragungsmedium. Übertragen wird altes und neues Wissen immer vom Individuum zum Kollektiv. Die ständig wachsende Wissensgemeinschaft spaltet sich durch rechtliche Wissensmonopole auf und bildet Wissenskulturgruppen. Das sind dann in der Realität entweder sprachlich-nationale und/oder religiös-liturgische Monopole. Entscheidend dabei ist die staatsbildende Gewalt des Anführers der Menschengemeinschaft (König oder Königin, Priester oder Priesterin, Parteiführer, Heerführer usw.).

Innovation

Unter dem Begriff Innovation verstehen wir Menschen einen friedlichen Prozess im Umgang mit unserem Wissen, der neue Wissenskombinationen zulässt bzw. fördert. In der Natur dagegen stellen Innovationen oft auch Katastrophen dar, z.B. eine Inselbildung durch Vulkanismus.

Menschliche Innovationen stellen demnach immer Aufgaben für das Wissensmanagement dar. „Ein softwaretechnisches System, das idealerweise Funktionen zur Unterstützung der Identifikation, des Erwerbs, der Entwicklung, der Verteilung, der Bewahrung und der Bewertung von Wissen“[1] besitzt, ist per Definition ein sogenanntes Wissensmanagementsystem.

Semantik

Der Begriff Semantik bezeichnet ganz allgemein Bedeutungslehren wissenschaftlicher Art. Der unerkannt antithetische Übergang zu einer weltanschaulichen Bedeutungslehre bleibt jedoch stets möglich – auch innerhalb der stolzen Wissenschaft.

Semantische Technologien im Wissensmanagement helfen im Bereich der Identifikation, beim Erwerb, bei der Entwicklung und bei der Verteilung von Informationen. Grundlagen der Semantik sind Methodenlehren wie Formale Logik, Künstliche Intelligenz und Modellierung. Das Ziel ist eine automatische Texterschließung, die jedoch niemals den menschlichen Wissensarbeiter oder die menschliche Wissensarbeiterin, z.B. die Juristenschaft, vollständig ersetzen wird. Diese ewige Wahrheit erschließt sich logisch-empirisch aus der chaotischen, d.h. lebendigen Struktur des menschlichen „Meisters“ als Quelle der Ursprungsinformation (= Urheber) in der Informationsspirale (s.o.). Für die hier antithetischen Religionen „spielt“ Gott bzw. die Erdgöttin als Schöpferkraft diese ursprüngliche Informationsquelle. Die Religionsfreiheit gestattet uns heute in Europa diese Glaubensalternative ...

Netzwerke als geistige Gesamthand

Wissensmanagementsysteme der globalen Informationstechnologie sind gruppenbasierte Anwendungen, die mit dem zahlenmäßigen Anstieg ihrer Nutzer und Nutzerinnen sowohl bei der gesellschaftlichen Anerkennung als auch beim wirtschaftlichen Erfolg profitieren. Es gibt für diesen Netzwerkeffekt bereits zahlreiche bekannte Praxisfälle.

Je größer die Nutzerzahl, desto interessanter die Anwendung, desto größer die Werbung durch die „Mitspieler“, desto größer die positive Rückkopplung. Das Wachstum dieser Wissensspiralen folgt keiner linearen Funktion – es ist wie eine Welle. Schon der altgriechische Philosoph Platon hatte dieses Phänomen erkannt und sprach von „Wogen“. Das juristische Wissensmanagementsystem „JurisPedia“ liefert uns Menschen durch seine mögliche Offenheit für alle Rechtssprachen der Erde das Potenzial zur dritten platonischen Woge ...

Serious Game

Das globale Wiki „JurisPedia“ lässt sich sowohl als computerbasiertes Suchspiel als auch zur rechtsphilosophischen Streitplattform nutzen. Will sich ein Spieler oder eine Spielerin juristisch weiterbilden, dann bewegt er/sie sich entlang der Begriffsbeziehungen durch das virtuelle Labyrinth und lernt dabei die Relationen des Rechts, d.h. die Rechtslogik kennen.

Will sich ein rechtskundiger Spieler oder eine rechtskundige Spielerin mit seinen/ihren Mitspielern juristisch messen bzw. vergleichen, dann nutzt er/sie die auf ihn/sie passenden, vom Wiki angebotenen Sprachen und Kategorien und veröffentlicht dort sein/ihr Rechtswissen. Das Wissensmanagementsystem „JurisPedia“ ermöglicht und fördert die Rechtsvergleichung und kann so allmählich zu einem völkerrechtlich kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Recht führen, ohne dazu irgendeine Staatsgewalt zu benötigen. Allein der deutsche Grundrechtsschutz sichert den Bestand dieser gemeinnützigen Erfindung der Rechtsinformatik.

„JurisPedia“ stellt eine gemeinnützige Rechtsverwertungsgesellschaft im Internet dar, die von rechtskundigen Idealisten der Europäischen Aufklärung ab dem Jahr 2004 gestartet wurde und fortlaufend weiterbetrieben und -entwickelt wird. Die Kreativgesellschaft kann sich zu einem säkularen, globalen Sozialprojekt zur allmählichen Durchsetzung der Menschenrechte entwickeln. Auch Menschen mit Behinderung, z.B. Frauen – ggf. aus männlicher Sicht, wird so die Möglichkeit eröffnet, aktiv und ‚online‘ an der Gestaltung eines friedlicheren und humaneren Erdorganismus mitzuwirken!

Rechts- und Medienkompetenz

JurisPedia ist ein global angelegtes Rechts- und Medienkompetenzprojekt, gefördert von der Europäischen Kommission. Rechtskompetenz nach modernem Verständnis ist die Selbstwahrnehmung, die entsprechende Einstellung und die Fähigkeit von männlichen und weiblichen Individuen, in professioneller Weise mit juristischen Begriffen und Institutionen umzugehen. Diese Kompetenz dient dazu, juristische Quellen zu identifizieren, zu erreichen, zu verwalten, zu integrieren, auszuwerten, zu analysieren und neu zu synthetisieren. Darüber hinaus sollen Weisheitsgewinn, Urteilsexpressionen und Veröffentlichungen im Kontext typischer Lebenssituationen von Menschen möglich sein, um konstruktive soziale Konfliktlösungen rechtzeitig zu realisieren und diesen Friedensprozess gleichzeitig (= synchron) reflektieren zu können.

Quellen

  1. Lehner, F., Wissensmanagement, Seite 254, Carl Hanser Verlag, München und Wien 2006

Elisabeth Baier, Semantische Technologien in Wissensmanagementlösungen, FAZIT Forschung Schriftenreihe Band 13, MFG Stiftung Baden-Württemberg, Juli 2008

Siehe auch

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