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„Wissenschaften, die nicht von der Rationalität des Kombinierens, sondern von der Schärfe des Denkens leben, Wissenschaften, die an die Stelle von Empirie und Experiment die persönliche Experienz und den bereichernden Diskurs kultivieren, Wissenschaften, welche die Kontemplation dem Eingriff vorziehen – das sind Wissenschaften, die einen anderen Zeitrhythmus haben. Eine Doktorarbeit in den Geistes- oder Kulturwissenschaften, die dreißig Jahre zurückliegt, muss weder gegenstandslos noch überholt sein. Die Halbwertszeit von naturwissenschaftlichen Doktorarbeiten ist dagegen gering. Die Entwertung der Verweildauer ist die Kehrseite der Beschleunigung des Fortschritts. Er ermangelt so der Besinnung. Das Nachdenken wird zum Hinterherdenken. Aber wer könnte das ändern?

Ich bin überzeugt davon, dass es eine Bringschuld der Geisteswissenschaften ist, an dieser Änderung zu arbeiten, sich mit ihren vordergründig nutzlosen Wahrheiten nützlich zu machen, indem gerade die vordergründige Nützlichkeit hinterfragt wird. Um den dazu notwendigen Stil, die dazu auch notwendige Spontanität und Präzision zu entwickeln, müssen auch in den Geisteswissenschaften neue Organisationsformen erprobt werden. Grenzgänge zwischen den Wissenschaften stellen auch heute noch ein hohes Risiko dar. Für viele kommt da nichts Ordentliches zustande, weil sie das Ordentliche mit dem Üblichen verwechseln. Die Wahrheit ist aber nicht die Gewohnheit.“[1]


Quelle

  1. Prof. Dr. Dietmar Mieth, Zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Zur Analyse eines universitären Dilemmas, Seite 24 in „Tübinger Köpfe 1900 – 2001“, proUNIVERSITAS, Tübinger Studierende für Fächervielfalt 2001


Siehe auch

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