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Faschismus

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Das Wort Faschismus kommt von „fascio“ aus der italienischen bzw. „fas“ aus der lateinischen Sprache. Lateinisch „fas“ bedeutet „göttliches Recht“, "fatum" bedeutet Götterspruch, Weissagung, Italienisch „fascio“ bezeichnet ein Rutenbündel mit Beil, das bereits in der römischen Antike als materielles Symbolzeichen der Herrschergewalt, d.h. als Hoheitszeichen galt und dann auch von der Französischen Revolution übernommen wurde.

Der italienische Volksschullehrer und Sozialist Benito Mussolini (1883 – 1945) setzte dieses symbolträchtige Zeichen als Logo für seine Faschistische Partei Italiens ein, die er 1919 als politische Bewegung der sogenannten „Schwarzhemden“ begründete. Über sein rechtspositivistisches (gefühltes), laienhaftes Staatsverständnis schrieb er im Jahr 1932 folgende Zeilen:

„Angelpunkt der faschistischen Lehre ist die Auffassung vom Staat, seinem Wesen, seinen Aufgaben und seinen Endzielen. Für den Faschismus ist der Staat etwas von vornherein Gegebenes, von dem die einzelnen und die Gruppen abhängig sind. Die einzelnen und die Gruppen sind nur denkbar, soweit sie im Staate sind….“

„Der faschistische Staat hat sein eigenes Bewusstsein, seinen eigenen Willen, und deshalb darf er sich auch als ethischen Staat bezeichnen. Für den Faschismus ist der Staat nicht der Nachtwächter, der sich nur um die persönliche Sicherheit der Bürger kümmert, noch weniger eine Organisation mit einem rein materialistischen Ziel, etwa ein gewisses Wohlleben und ein verhältnismäßig friedliches Zusammenleben zu gewährleisten….“

„Der Staat, wie ihn der Faschismus begreift, ist eine geistige und moralische Veranstaltung, die in ihrem Ursprung und ihrer Entwicklung wiederum eine Offenbarung des Geistes ist. Der Staat gewährleistet die innere und äußere Sicherheit; aber er ist auch der Hüter und Vermittler des Volksgeistes, so wie dieser jahrhundertelang, in Sprache, Sitte und Glauben in Erscheinung getreten ist. Der Staat ist nicht nur Gegenwart, sondern auch Vergangenheit und vor allem Zukunft. Der Staat überschreitet die engen Grenzen des persönlichen Lebens und stellt das eigentliche Bewusstsein der Nation dar. Die Formen, in denen die Staaten sich auswirken, wechseln, aber die Idee bleibt. Der Staat erzieht die Bürger zur Tüchtigkeit...“

„Wenn der Sinn für den Staat abstirbt und die auflösenden Bestrebungen der einzelnen oder der Gruppen vorherrschen, dann neigt sich das Leben einer Nation dem Untergang zu. Der Faschistische Staat ist Wille zur Macht und Herrschaft. Die römische Überlieferung ist ihm eine Idee des Antriebes. In der Lehre des Faschismus bedeutet Herrschaft nicht nur Land, Soldaten oder Handel, sondern Geist ...“

„Im Faschismus ist die Neigung zum Imperialismus, das heißt zur nationalen Entfaltung, eine Offenbarung der Lebenskräfte ... ... Daß er eine lebendige Lehre ist, beweist die Tatsache, dass er zum Glauben geworden ist; ...“

Am 28.04.1945 wurde Mussolini von italienischen Freiheitskämpfern erschossen. Zwei Tage später beging Adolf Hitler im Bunker in Berlin Selbstmord ...


Rechtssoziologische Betrachtung

Durch die totale persönliche Identifizierung vieler Menschen, v.a. vieler Katholiken, mit dieser gefühlten „Rechtslehre“ des Faschismus sind - rückblickend - die kriegsfanatischen Verhaltenweisen der europäischen Faschisten wenigstens ansatzweise zu begreifen. Die persönliche Urteilsfreiheit zahlreicher rechtsradikaler Männer an der Macht nahm etwa im gleichen Maße ab, wie ihre kollektive staatliche Herrschaftsmacht im Einparteienstaat faktisch zunahm. (= normative Kraft des Faktischen). Am Umkehrpunkt dieses europaweiten Phänomens zwischen 1922 und 1975 (Tod General Francos in Spanien) fand „absichtslos“, d.h. kriegsspielend unter „göttlicher“ Führung, auf den Staatsgebieten von Deutschland und Polen der moralische Untergang der patriarchalischen europäischen Christenheit = "Götterdämmerung" statt. Aus der Asche erhob sich völkerrechtlich im Jahr 1992 die Europäische Union ...


Siehe auch

International.png Den Begriff Faschismus im weltweiten juristischen Web finden