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Die genialste Definition für Recht, die bisher gefunden wurde, stammt von Immanuel Kant aus dem Jahr 1797. Sie lautet:

„Das Recht ist also der Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetze der Freiheit zusammen vereinigt werden kann.“ [1] (--> Willkürverbot)

Der Sinn allen Rechtes ist die Gerechtigkeit im Staat und auf der Erde insgesamt. Was von den Menschen als gerecht empfunden wird, ist jedoch eine sehr subjektive Angelegenheit, wie man an den vielen globalen Konflikten unschwer erkennen kann. Global sind sehr unterschiedliche Rechtssysteme in den verschiedenen Völkern entwickelt worden. Gerechtigkeit ist traditionell eng mit der Moral verbunden, die den Unterschied zwischen Gut und Böse definiert. Die gewohnheitsrechtlichen Regeln der Völker werden Sitten genannt. Sie wirken in das jeweilige Recht hinein, obwohl sie begrifflich vom Recht unterschieden werden sollten. Die Europäische Aufklärung hat diese Unterscheidungsfähigkeit als Abstraktionsleistung des menschlichen Denkvermögens hervorgebracht. Zu Beginn aller Rechtsentwicklungen stand eine noch untrennbare Einheit von Religion, Moral und Sitte. Heute pflegen die Europäer z.B. den Laizismus in Frankreich, den Kommunismus in Russland und den finanzdienstleistenden deutschen Staat als Partner von Staatskirchenverträgen als jeweils unterschiedliche juristische Regelungsmodelle für die Trennung von Kirche und Staat bzw. Moral und Recht.

Recht ist die Staatskunst, Gerechtigkeit innerhalb einer Menschengemeinschaft zu schaffen und zu erhalten. Wie dies staatlich individuell geschieht, sollte dem jeweiligen Staatsvolk und seiner Herrschaft überlassen bleiben. Jedoch gibt es auch schreckliche Fälle von Anarchie oder Diktatur, in denen internationales Völkerrecht zum Schutz der Menschen vor Ort im Namen der Humanität eingreifen können sollte. Wann und wie dies gerecht erfolgen kann, ist die entscheidende Frage des internationalen Völkerrechts.

Recht ist stets die Grundlage von Herrschaft. Sie ist daher an das Recht selbst gebunden und die Regierenden sollten in ihrem eigenen Interesse Gesetze niemals übertreten. Die vier Hauptfunktionen des Rechts im Staat sind daher:

1. eine gesetzliche Ordnung schaffen

2. menschliche Konflikte gerecht lösen

3. alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Hilfe ihrer Regierung in eine gute und sichere Zukunft führen

4. die Regierenden in ihren Machtbefugnissen juristisch kontrollieren und ggf. beschränken

Die heutigen Rechtsstaaten haben in historischer Evolution das ehemals einheitliche Recht in zahlreiche unterschiedliche Spezialgebiete aufgeteilt. Zum Beispiel gibt es in Deutschland seit 2007 bereits 19 Spezialisierungen des Anwaltsberufs. Der sogenannte Fachanwalt qualifiziert sich nach seinen beiden juristischen Staatsexamina durch eine Prüfung bei der Rechtsanwaltskammer für sein jeweiliges Fach: Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Informationstechnologierecht, Medizinrecht, Miet- und Wohneigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Transport- und Speditionsrecht, Urheber- und Medienrecht, Verkehrsrecht, Verwaltungsrecht, Versicherungsrecht. Aus zahlreichen gegebenen Anlässen ist das Asylrecht noch als notwendige Spezialisierung hinzugekommen.

Fußnoten

  1. Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten, Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre, Einleitung in die Rechtslehre, § B Was ist Recht? Letzter Absatz

Siehe auch